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Einsatz nicht sicher: Bryan F raser kämpfte unter der Woche mit mehreren kleinen Wehwehchen. 

Volleyball

Herrsching muss in Innsbruck komplett ans Limit gehen

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Hopp oder topp, alles oder nichts. Die Playoffs in der Volleyball-Bundesliga starten am Samstag. In der Viertelfinal-Serie stehen den WWK Volleys Herrsching gegen die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching gleich zwei neue Erfahrungen bevor.

Herrsching – Zum einen reisen Trainer Max Hauser und seine Spieler am Samstag in der Früh ins österreichische Innsbruck. Dort kommt es am Abend (18 Uhr, live bei sporttotal.tv) zum ersten K.o.-Spiel gegen die Volleyball-Grenzgänger aus Innsbruck und Unterhaching. Zum anderen: Das Rückspiel am Donnerstag findet dann in der Unterhachinger Bayernwerk-Arena statt. Der Spartensender sport1 überträgt die mit ziemlicher Sicherheit ausverkaufte Partie live im frei empfangbaren Fernsehen.

Für das erste Duell der beiden Rivalen gibt es noch jede Menge Tickets. Was auch daran liegt, dass die Partie in der riesigen Olympiahalle in der Tiroler Landeshauptstadt ausgetragen wird. Bis zu 12 000 Zuschauer finden dort Platz. Bei den bisherigen Heimspielen der Alpenvolleys war die Resonanz recht überschaubar. Das dürfte sich am Samstagabend ändern. Auch weil die Herrschinger Anhänger mobil machen. Rund 70 Schlachtenbummler machen sich auf die knapp 120 Kilometer weite Reise (Restplätze im Fanbus: fanfahrt@geilsterclubderwelt.de) und wollen ihr Team zum Sieg schreien.

In den beiden Begegnungen in der Hauptrunde gab es für die Herrschinger allerdings wenig zu lachen. Zweimal siegten die Alpenvolleys mit 3:0. Das Hinspiel in Herrsching war eine klare Angelegenheit. Knapper ging es im Rückspiel vor sechs Wochen zu (dreimal 21:25). „Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt Ferdinand Tille. Der Herrschinger Libero wird sicherlich einer der Hauptakteure sein. Als Libero ist er für die Annahme zuständig. Und die kann gegen die Alpenvolleys eine echte Waffe sein. „Zuletzt waren sie allerdings nicht mehr ganz so stark im Aufschlag“, hat Tille beobachtetet. „Wir fahren sicherlich nicht komplett ohne Chance nach Innsbruck“, sagt Tille. Der 30-Jährige ist übrigens der Einzige, der schon mal in der Olympiahalle gespielt hat. „Mit Belchatow in der Champions League“ – und Tille gewann mit seinem Team 3:0.

Die beiden 0:3-Niederlagen aus der regulären Saison sind abgehakt. Tille merkt an, dass in den jeweiligen Sätzen auch nur Kleinigkeiten den Ausschlag gaben. Für den 165-fachen Nationalspieler lag der Grund in den beiden Niederlagen nicht in der Annahme, sondern in der fehlenden Durchschlagskraft im Angriff nach guter Annahme. „Wir wollen erst mal einen Satz gewinnen, dann noch einen zweiten.“ Und dann in einem möglichen Tiebreak sei ohnehin alles möglich.

Dass der seit zwei Jahren in der Volleyball-Bundesliga spielende Kontrahent am vergangenen Wochenende bei Schlusslicht VCO Berlin fast ins Stolpern geriet, will Hauser nicht als Maßstab gelten lassen. „Sie hatten den Gegner sicherlich unterschätzt und haben nicht mit der kompletten Ernsthaftigkeit gespielt.“ Der 35-Jährige ist sich sicher: „Diesmal werden sie voll konzentriert sein.“ Um gegen den Hauptrunden-Zweiten dagegenzuhalten, „müssen wir komplett am Limit spielen“.

Kleinere Fragezeichen stehen noch hinter dem Einsatz von Diagonalangreifer Griffin Shields, vergangene Woche mit 27 Punkten Matchwinner gegen Rottenburg, und Außenangreifer Bryan Fraser, der unter der Woche mit kleineren Wehwehchen zu kämpfen hatte. Hauser verweist gerne auf die Breite im Kader. Fraser war zuletzt ohnehin nur Ersatz auf Außen (hinter Artem Sushko und Tim Peter). Die Alternative auf der Diagonalen, sollte Shields passen müssen, wäre Nick West. Hauser hat den Spaßvogel aus Kalifornien, dessen Spezialposition eigentlich der Mittelblock ist, auch für die Diagonale begeistern können. Durchaus mit Erfolg.

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