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Wollen die Erfolgsgeschichte noch weiterschreiben: Patrick Steuerwald (r.) und Matt Tarantino.

Volleyball

TSV Herrsching will ins Halbfinale

Der TSV Herrsching hat es geschafft. Dank eines 3:1-Sieges gegen die Solingen Volleys sicherte sich die Mannschaft von Trainer Max Hauser im Fernduell mit dem TV Ingersoll Bühl und den Netzhoppers Königs Wusterhausen den sechsten Platz und die direkte Playoff-Teilnahme.

Herrsching Bühl verlor 0:3 gegen die Powervolleys Düren, die Netzhoppers mit 2:3 in Frankfurt. Die direkte Qualifikation für das Viertelfinale ist ein neuer Meilenstein in der Geschichte des selbst ernannten „Geilsten Clubs der Welt“. Unmittelbar nach dem Spiel verkündete Hauser bereits das nächste Ziel. „Das Halbfinale und nichts anderes. Ich glaube, die United Volleys zittern schon vor uns.“

Spiel eins findet am 18. März in Frankfurt statt, das zweite Spiel der Best-of-Two-Serie am Mittwoch, 22. März. Allerdings nicht in Herrsching, sondern in Innsbruck. Da der Volleyballverband die Nikolaushalle als Spielstätte für ein Playoff-Spiel – anders als vergangenes Jahr – nicht zulässt, musste der Verein sich eine Ausweichstätte suchen. Fündig wurde man in der 120 Kilometer entfernten Landeshauptstadt Tirols. Mit dem dort beheimateten „Hypo Tirol Volleyballteam“ besteht seit einigen Jahren eine sportliche Freundschaft. Die Innsbrucker stehen in ihrer Liga bereits im Halbfinale. Dieses spielen sie am 22. März ab 17.30 Uhr gegen die SG Raiffeisen Waldviertel (mit Ferdinand Tilles Bruder Leonhard). Anschließend, um 20 Uhr, quasi zur Primetime, spielt dann Herrsching sein Heimspiel gegen Frankfurt. In den kommenden Tagen wolle man nochmals in der regelkonformen Universitätssporthalle trainieren. Auch ein Testspiel gegen Innsbruck ist geplant.

Zum Spiel gegen Solingen: Den Herrschingern war die Angst vor dem Gewinnenmüssen deutlich anzumerken. „Es war klar, dass es kein schönes Spiel werden würde“, meinte Patrick Steuerwald. Satz eins ging mit 25:22 an Herrsching, der zweite Durchgang mit 25:22 an die Gäste. Nach der Pause war dann bei den Klingenstädtern die Luft raus. Die Mannschaft von Spielertrainer Oliver Gies konnte nicht mehr an das Niveau der ersten beiden Sätze anknüpfen. Auch weil Herrsching konsequenter im Angriff agierte. Die Fehlerquote im Aufschlag (18) war erfreulich niedrig. „Das lief fast zu einfach“, sagte Steuerwald. Mit 25:15 und 25:17 machten die Ammerseer den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte perfekt. In der Premierensaison 2014/2015 war der TSV Achter geworden, in der zweiten Spielzeit Siebter. Heuer folgte nun mit Platz sechs die nächste Steigerung.

Steuerwald wurde zum zwölften Mal in dieser Saison zum Mann des Spiels gewählt. Dem Zuspieler war es fast ein wenig peinlich. „Es hätten auch andere verdient gehabt.“ Zum Beispiel Julius Höfer. Der Außenangreifer war mit 18 Zählern der fleißigste Punktesammler des Spiels. Oder Mittelblocker Roy Friedrich: Der 29-Jährige kam Mitte des zweiten Satzes für Nicolai Grabmüller. „Ich hatte das Gefühl, wir brauchen etwas mehr Aggressivität“, begründete Hauser die Hereinnahme des Sachsen, der für Entlastung im Angriff und Block sorgte.

Am meisten war Topscorer Tom Strohbach gefordert. 63 der 71 Solinger Aufschläge gingen auf den 24-Jährigen. Anfangs hatte er gewisse Mühe, mit fortschreitender Dauer spielte Strohbach souverän wie eh und je. Im Angriff brachte es Strohbach auf 14 Punkte. Damit setzte sich der gebürtige Schweriner die Topscorer-Krone auf.

Nach einem freien Montag liegt ab Dienstag der Fokus auf dem Viertelfinal-Duell mit den United Volleys, gegen die man heuer zweimal verlor. Hauser: „Frankfurt ist haushoher Favorit.“ Trotzdem wollen die Herrschinger noch ein Stück Vereinsgeschichte schreiben.

Dirk Schiffner

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