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Unermüdlich beim Hilfsdienst (v.l.): Carmen Fuchs, Renate Albrecht, Elisabeth Polednik, Konrad Wünsch, Susi Wirries, Irmingard Stiller, Ursula Herre und Thoralf Küttner.

Hilfsdienst Herrsching

12 200 Pflegestunden und eine gute Note

Der Hilfsdienst Herrsching hat eine positive Bilanz gezogen. Auch Angehörige profitieren vom Angebot des Vereins.

Herrsching – Rund ums Jahr packt der Hilfsdienst Herrsching an. Ein großes Lob gab es deshalb bei der Mitgliederversammlung im Arthotel. „Mein emotionalster Dank geht an die Mitarbeiter, die 365 Tage im Jahr für unsere Klienten im Einsatz sind“, betonte die Vereinsvorsitzende Carmen Fuchs.

Die bunte Retrospektive ins vergangene Jahr machte deutlich, wie unverzichtbar der Hilfsdienst für eine immer älter werdende Gesellschaft ist. Im Rahmen der ambulanten Pflege profitierten im vergangenen Jahr 60 Klienten vom unermüdlichen Einsatz des Pflegeteams. Sieben festangestellte Pflegekräfte nebst einem Dutzend Minijobber leisteten rund 12 200 Pflegestunden und wurden dafür vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen mit der Bestnote 1,1 ausgezeichnet. Medikamentenabgabe steht für das Team ebenso auf dem Tagesplan wie Wundversorgung, Duschen oder Putzen. Verstärkung wird dringend in Sachen Haushaltshilfe gesucht, ließ der stellvertretende Pflegedienstleiter Thoralf Küttner wissen.

Unermüdlich ist auch der Klinikbesuchsdienst im Krankenhaus Seefeld sowie in der Schindlbeck-Klinik unterwegs. Einmal wöchentlich besuchen Ursula Herre und Gabi Konik Herrschinger Patienten und machen dabei überwiegend positive Erfahrungen: „95 Prozent der Patienten freuen sich, dass jemand kommt, der sich für sie interessiert.“ Auch Helge Frick vom Altenheim-Besuchsdienst weiß, dass insbesondere körperliche Zuwendung auf fruchtbaren Boden fällt: „Manchmal wollen die Menschen meine Hand gar nicht mehr loslassen. Da liegt der Segen drauf – der Hilfsdienst ist aus Liebe entstanden.“ Auch Angehörige profitieren vom Leistungsspektrum des 249 Mitglieder zählenden Vereins. Im Rahmen des niederschwelligen Betreuungsangebotes können pflegende Familienmitglieder sich eine Auszeit nehmen und die Verantwortung interimsweise an eine der 15 ehrenamtlichen Betreuerinnen abgeben.

Stark macht sich der Hilfsdienst seit elf Jahren auch für die Herrschinger Tafel. Jeden Mittwoch werden rund 125 Menschen von 25 Helfern mit Lebensmitteln aus umliegenden Supermärkten versorgt. Kein Wunder also, dass die sechs Dienstautos jede Menge Kilometer zurücklegen. „Im Jahr sind die Autos mehr als einmal um den Äquator unterwegs“, so Renate Albrecht, die als Kassier 2017 mit der ebenso komplizierten wie teuren Umstellung auf ein neues Buchhaltungssystem betraut war.

Trotz der vielen Arbeit bleibt der Spaß nicht auf der Strecke. Der Seniorenmittwochsclub ruft regelmäßig zu Kaffee und Kuchen ins Rathaus oder zum Kegelnachmittag ins Pfarrzentrum. Elisabeth Polednik wurde für ihre mehr als 40 Jahre Mitarbeit in Pflege und Hauswirtschaft geehrt. Irmingard Stiller erhielt die Auszeichnung für ihre mehr als 40 Jahre andauernde Leitung des Senioren-Mittwochsclubs. Für zehn Jahre Pflegedienstmitarbeit wurde außerdem noch Thoralf Küttner geehrt.

Von Nilda Höhlein

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