Polizei sucht Zeugen

Absturz ins Wasser: Was trieb auf dem Pilsensee?

Hechendorf - Der Absturz mehrerer Himmelslaternen in den Pilsensee hat Polizei und Wasserwirtschaftsamt auf Trab gehalten. Der Film auf dem Wasser hatte mit den Laternen aber nichts zu tun.

Anwohner der Seestraße in Hechendorf war am Sonntag ein Film auf dem Wasser aufgefallen. Bei der Suche am Ufer fanden sie mehrere abgebrannte Himmelslaternen - und eine unbekannte Substanz auf dem Wasser. Bei den Himmelslaternen, erklärte die Polizei Herrsching, handele es sich um fliegende unbemannte Heißluftballons, die häufig etwa einen Meter groß sind und meist nachts bei Veranstaltungen gestartet werden. Das starten dieser Himmelslaternen ist in Bayern aufgrund der dadurch entstehenden Brandgefahr jedoch strikt untersagt.

Darum kümmerte sich jemand am Pilsensee jedoch nicht, denn die Beamten gehen davon aus, dass "eine größere Anzahl dieser Himmelslaternen im Zeitraum von Samstag, 20 Uhr, und Sonntag, 8 Uhr, in der Nähe des Pilsensee gestartet wurden". Nachdem der Brennstoff - eine Paste - verbraucht war, gingen die Laternen im See nieder und wurden von Wind und Strömung ans nordwestliche Ufer getrieben. 

Eine Untersuchung durch Experten des Wasserwirtschaftsamtes ergab jedoch, dass die Substanz im Wasser nichts mit den Himmelslaternen zu tun hat - es handelt sich nach der ersten Einschätzung um Algen. Die Paste stelle demnach keine Gewässergefährdung da.

Dennoch versucht die Herrschinger Polizei herauszufinden, wo die Himmelslaternen gestartet wurden. Hinweise sind erbeten an (08152) 93020. 

Rubriklistenbild: © AP

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