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Das Maß aller Dinge am See: Am Pegel in Starnberg zeigt sich, wie der See steigt – 120 ist offiziell Hochwasser, 2010 stand das Wasser bis 150.

Hochwasser

Der bange Blick nach oben

Starnberg/Herrsching – Wetterdienste sagen für Donnerstag schwere Unwetter voraus – das könnte die Lage rasch ändern.

Die Hochwassersituation am Starnberger See blieb am Mittwoch angespannt, doch stieg der Pegel nicht über die Meldestufe 1 – er blieb einen Zentimeter darunter. Das dürfte sich ab heute ändern, wenn die Meteorologen Recht behalten und es tatsächlich bis zu 80 Liter je Quadratmeter regnet. Angesagt sind nämlich schwere Unwetter mit Sturm im Südosten Deutschlands, vor allem am Donnerstagnachmittag. Im schlimmsten Fall – diese Menge kommt über dem ganzen Starnberger See herunter – könnte dies den Pegel binnen einer Woche um mehr als 15 Zentimeter steigen lassen. 

Erleichterung am Ammersee: Pegel sinkt zwei Zentimeter pro Tag

Das wäre dann ein veritables Hochwasser, beim dem die Unterführung am Bahnhof See in Starnberg vollläuft und Keller feucht werden. Die Wasserstände von 1999 oder 2010 wären dann aber auch nicht erreicht. Die Starnberger Feuerwehr begann am Mittwoch mit Kontrollfahrten zu den neuralgischen Punkten im Stadtgebiet, machte aber keine Feststellungen. Eine Hochwassergefahr entlang der Würm bis Gauting oder weiter nördlich ist derzeit nicht gegeben.

Auch für sie gilt: Wenn es stark regnet, kann sich alles schnell ändern. Etwas anders ist die Lage am Ammersee: Der Wasserstand dort sinkt seit Tagen, liegt aber immer noch oberhalb der Meldestufe. Pro Tag verliert er zwei Zentimeter am Pegel Stegen – am Donnerstag, spätestens Freitag, würde in diesem Fall die Meldestufe aufgehoben. Bei starken Regenfällen könnte die Ammer aber wieder zu einem starken Anstieg führen – vorhersehen kann auch das derzeit niemand.

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