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Nur kleine Lackschäden hinterließ die Attacke des Mannes auf dem VW Golf Kombi von Bukurije Schensi, obwohl er mit einem 51 Zentimer großen Holzstock darauf einschlug.

Holzstock-Attacke

Ein Randalierer prügelte auf mein Auto ein

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Herrsching – Bukurije S. erzählt vom Schock ihres Lebens. Die 45-Jährige ist einfach nur froh, dass sie bei der Attacke eines verwirrten Mannes nicht verletzt wurde. Der prügelte mit einem Holzstock auf ihr Auto ein.

600 Meter können einem endlos lange vorkommen, wenn man auf der Flucht ist. Bukurije S. hat am Dienstagabend in Herrsching genau dieses schreckliche Gefühl erlebt. Es ist 22.30 Uhr und bereits dunkel, als die 45-Jährige, müde von der Arbeit, mit ihrem VW auf die Mühlfelder Straße in Herrsching einbiegt. Dann ging alles ganz schnell. „Von der Ampel kam jemand hergesprintet. Ich wusste erst mal gar nicht, was los ist“, berichtet sie. 

Dann hört sie einen Schlag: „Es war sehr laut.“ Erst dann nimmt sie ihn wahr: Ein bärtiger Mann steht an ihrem Auto, schlägt schreiend mit einem Holzstock auf ihre Motorhaube ein. Bukurije S. gibt Vollgas. 600 Meter weiter erreicht sie die Avanti-Tankstelle. Dort helfen ihr sofort Menschen, die den geistig verwirrten Mann zuvor schon auf der Straße gesehen haben. Die alarmierte Polizei findet den Obdachlosen wenig später an der Stelle, an der er das Auto der Kosovarin attackiert hat – und hat reichlich Mühe, ihn festzunehmen. Er schreit, schlägt um sich. Auf der Wache versucht er, sich selbst zu verletzen. 

Das Opfer erlitt Schock: "Ich weiß nicht mehr so viel davon"

Dann wird der 31-Jährige „aufgrund offensichtlicher Selbst- und Gemeingefährlichkeit in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen“, wie die Herrschinger Polizeiinspektion mitteilt. Ob auch Drogen eine Rolle gespielt haben, bestätigte die Polizei gestern nicht. Die helfenden Menschen an der Tankstelle waren ihr Glück. „Zwei Personen haben mich angesprochen. Sie hatten gesehen, dass der Mann auch andere Autos demoliert hatte.“ Fahren konnte die 45-Jährige danach nicht mehr. „Eine Frau hat mich dann zu meiner Tante gebracht“, erzählt sie. 

Bukurije S. hat noch immer das Bild vor Augen, das sich innerhalb eines kurzen Augenblicks eingebrannt hat. „Er sah ungepflegt aus und hat einen ziemlich kranken Eindruck gemacht“, sagt sie. Wenn sie darüber nachdenkt, wird sie nervös, bekommt Angst. Am Tag nach der Attacke konnte die Produktionshelferin eines Weßlinger Unternehmens nicht arbeiten. Durch den Schock „weiß ich aber nicht mehr so viel“ von der Attacke, sagt sie. Sie kann sich nur an einen Schlag des Täters erinnern – auf dem Auto seien aber weitere Spuren, sagt ihr Sohn. Zum Glück blieb es bei nur kleinen Lackschäden und einem Schock. Möglicherweise gibt es weitere Opfer. Zumindest sprang der Mann mehrere Male auf die Straße und hielt Autos an, berichtet die Polizei. 

Opfer und Zeugen sollen sich bei der Polizei melden

Tankstellen-Mitarbeiterin Denisa S. bestätigt dem Starnberger Merkur, dass der Täter offenbar willkürlich gehandelt hat. Eine Mitarbeiterin hätte mehrere Vorfälle beobbachtet und ihr davon berichtet. „Der Mann stand mit seinem Stock auf dem Gehweg und ist dann auf die Straße gesprungen.“ Ob es bei Drohgebärden blieb oder tatsächlich zu weiteren Attacken kam, weiß die Herrschinger Polizeiinspektion bislang nicht und bittet daher Opfer und Zeugen, sich unter Telefon (0 81 52) 9 30 20 zu melden.

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