Christian-Morgenstern-Schule

Trinkwasserversorgung anfällig für Legionellen

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In den Winterferien sind in der Christian-Morgenstern-Volksschule in Herrsching Legionellen entdeckt worden. 

Herrsching – Die Christian-Morgenstern-Volksschule in Herrsching ist ein Sorgenkind der Gemeinde. Gerade haben die Bauarbeiten begonnen für eine Erweiterung der Hauptschule, gerade wurde über eine neue kostspielige Lüftungsanlage für die Dreifachturnhalle entschieden – schon flattert die nächste Hiobsbotschaft auf den Tisch. Diesmal ist es die marode Wasserversorgung. Eigentlich sollte nur die Warmwasserversorgung stillgelegt werden. Zu groß ist die Gefahr, dass Legionellen auftauchten – zuletzt gab es eine Mehrbelastung in den Winterferien. Nun stellt sich heraus, dass die Wasserversorgung komplett erneuert werden muss.

Die 1955 erbaute Schule, die schon einmal saniert und erweitert wurde, wird aktuell schon wieder erweitert (wir berichteten). Derweil nehmen die Sanierungsmaßnahmen im Altbau kein Ende. Die Stilllegung der Warmwasserbereitung war bereits ins Auge gefasst worden, als bei einer routinemäßigen Untersuchung auf Legionellen in den Winterferien eine Mehrbelastung an drei Stellen im Netz auftauchte. Die Leitungen wurden zweimal gespült. „Es ist wieder alles in Ordnung“, versicherte Bürgermeister Christian Schiller am Montag im Bauausschuss. Fast. Denn Philipp Linsmeier vom gleichnamigen Ingenieurbüro hatte keine guten Nachrichten. Er war beauftragt worden, die Warmwasserbereitung neu zu planen. „Wir haben festgestellt, dass die Anlage, auch was Kaltwasser betrifft, nicht mehr den Standards entsprechen kann.“ Nicht nur, dass alle Leitungen unter Putz anfällig für Schäden seien, es gebe auch zahlreiche so genannte Totleitungen, in denen das Wasser steht – eine Brutstätte für krankheitserregende Legionellen. „Es ist nicht damit getan, den alten Warmwasserbereich stillzulegen“, so Linsmeier. Darum empfahl er, die Wasserversorgung komplett zu erneuern und künftige Leitungen über Putz zu verlegen. 150 000 Euro sind für die Erneuerung der Warmwasserversorgung im Haushalt vorgesehen. Die Komplettmaßnahme koste allerdings mindestens 300 000 Euro, so Linsmeier.

Der Bauausschuss einigte sich darauf, in Abschnitten zu sanieren, beginnend im Hauptschultrakt, in dem eine Sanierung am dringlichsten sei, wie Linsmeier erklärte. Diese Arbeiten sollen noch in diesem Jahr starten und im nächsten Jahr fortgesetzt werden. 

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