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Mittelpunkt des Archäologischen Parks in Herrsching ist die Adelskirche aus der Bajuwarenzeit.

Internationaler Museumstag

Grenzgänger in der Kulturlandschaft

Landkreis – Die deutschen Museen feiern an diesem Sonntag den 39. Internationalen Museumstag. Unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ steht heuer die Vernetzung der Museen in ihrem Umfeld im Mittelpunkt. Drei Einrichtungen aus dem Fünfseenland beteiligen sich.

Der 39. Internationale Museumstag steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft des Bundesratspräsidenten Stanislaw Tillich. Als Ministerpräsident von Sachsen wird er mit einer zentralen Auftaktveranstaltung den Museumstag am Sonntag um 12.30 Uhr in den Richard-Wagner-Stätten in Pirna/Graupa eröffnen. Der vom Internationalen Museumsrat (ICOM) jährlich im Mai weltweit ausgerufene Tag macht auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen aufmerksam. 

In Deutschland wird Tag maßgeblich von den Stiftungen und Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt und in enger Kooperation mit den Museumsorganisationen und Beratungsstellen auf Bundesebene und in den Ländern umgesetzt. Mit Workshops, Aktionen, Vorträgen, einem Blick hinter die Kulissen und Museumsfesten vermitteln die Museen einen Einblick in ihre Arbeit und bieten den Besuchern ein vielfältiges Programm. Alle teilnehmenden Museen und ihre Aktionen sind über den zentralen Internet-Auftritt www.museumstag.de zu finden. Auch auf Facebook und Twitter erscheinen ganzjährig alle Neuigkeiten zum Internationalen Museumstag. 

Diesjähriges Motto: „Museen in der Kulturlandschaft“

Zudem ruft die Social-Media-Aktion #PaintMuseum alle Museen und Museumsbesucher, Kreativen, Amateure und Fantasten dazu auf, die liebsten Museumsobjekte digital zu erfassen und den eigenen Museumsbesuch mit einem kleinen kreativen Akt festzuhalten. Mehr dazu unter www.museumstag.de/paintmuseum. Museen enden nicht an ihren Mauern oder Zäunen, sondern sie überschreiten Grenzen – zu anderen Kultursparten, zur Umwelt, zum Umfeld, zur Region, zu anderen Ländern und nicht zuletzt zu den Medien. Das diesjährige Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ verortet Museen in dem Geflecht ihrer Aktivitäten. 

Museen haben viele Arten von Kooperationen: Regisseure filmen und inszenieren in Museen, in Ausstellungen wird gesungen, gelesen, geschrieben und getanzt, in Theatern, Kinos und an vielen anderen Orten stellen Museen aus. Museen interagieren aber ebenso mit ihrer Umwelt: Ihre Sammlungen und Ausstellungen zeugen von den dynamischen Entwicklungen, die unsere Kulturlandschaft formen. Phänomene wie demografischer Wandel, Migration, wirtschaftliche und ökologische Entwicklungen verändern Kulturen. Museen bilden diese Veränderungen ab: Sie schützen, bewahren und präsentieren kulturelle Ausdrucksformen, Bilder und Geschichten und machen auf diese Weise kulturelle Identität und Diversität erfahrbar und sichtbar.

Vor Ort: Das bieten Orff, Roseninsel und Archäologischer Park

Im Fünfseenland haben sich drei Museen für den Internationalen Museumstag am Sonntag, 22. Mai, angemeldet. Das Carl Orff-Museum in Dießen lädt zu geführten Spaziergängen ein Unter dem Motto „Von Orff zu Orff“ führt der Spaziergang vom Museum zum Orff-Anwesen. Auf dem Weg wird Musik erklingen und Wissenswertes über Leben und Werk des Komponisten, Pädagogen und Theatermanns zu hören sein. Höhepunkt ist der Besuch von Orffs Arbeitszimmer. Die Spaziergänge starten um 13, 15 und 17 Uhr und dauern zwei Stunden. Anmeldung: info@orff-museum.de. Eintritt frei. 

Zwei Führungen werden im Casino auf der Roseninsel im Starnberger See bei Feldafing angeboten. Das Motto der Führungen: 5000 Jahre Kulturlandschaften im Freilichtmuseum Roseninsel. Eine Kulturlandschaft ist eine von Menschen umgestaltete Naturlandschaft. Die Roseninsel ist ein Freilichtmuseum, das 5000 Jahre Kulturlandschaft bietet. Die Führungen beginnen um 14 und um 16 Uhr und dauern 45 Minuten. Eintritt: 4 Euro. Anmeldung unter z (0 81 57) 92 41 62. 

„Bajuwaren und Römer in Herrsching“ ist das Thema bei den Führungen im Archäologischen Park Herrsching (11, 15 und 16 Uhr). Die Ausstellung in der Adelskirche aus der Bajuwarenzeit zeigt die Nachbildung eines adeligen Kriegers mit seinem einzigartigen Prunkgürtel. Etliche römische Originale illustrieren das Leben in der Antike. Im Park sind die Grundrisse der Bajuwarengräber und des Römerbades zu sehen. Eintritt ist frei

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