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Bester Spieler auf dem Feld: Herrschings Zuspieler Johannes Tille. 

Volleyball

Johannes Tille führt Herrschings Volleyballer zum Sieg

  • vonDirk Schiffner
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Die Herrschinger Volleyballer feierten einen Auftakt nach Maß in die Bundesligasaison. Der GCDW setzte sich bei den Helios Grizzlys Giesen mit 3:1 durch.

HerrschingEinen Auftakt nach Maß in der Volleyball-Bundesliga feierten die WWK Volleys Herrsching. Die Mannschaft von Trainer Max Hauser gewann am Samstagabend bei den Helios Grizzlys Giesen mit 3:1 (25:21, 25:18, 17:25, 25:21). Überragender Mann aufseiten des Siegers war wieder einmal Johannes Tille. Der 23 Jahre alte Kapitän führte gewohnt eindrucksvoll Regie.

Hauser sprach nach dem exakt 100 Minuten langen Match von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem „wichtigen Sieg zum Auftakt. In Aufschlag und Annahme waren wir ein bisschen besser“. Ein weiterer Grund für den ersten Saisonsieg, so Hauser, sei die Eingespieltheit gewesen.

In der Tat: In der Startformation standen mit Diagonalangreifer Jalen Penrose, den beiden Außenangreifern Tim Peter und Jori Mantha, Zuspieler Johannes Tille, Mittelblocker Dorde Ilic und Libero Ferdinand Tille sechs Akteure, die in der vergangenen Saison einen großen Anteil am fünften Platz hatten. Die zweite Position in der Mitte nahm Luuc van der Ent ein. Der Holländer war sofort im Spiel eingebunden und machte ein starkes Debüt im Lederhosen-Dress. Mit insgesamt 14 Punkten und einer Angriffsquote von 77 Prozent war der Ex-Eltmanner der erfolgreichste Punktesammler bei den WWK Volleys. Aber auch Peter (12), Mantha (11) und Penrose (11) punkteten jeweils zweistellig. Durchaus ein Beleg für das variable Spiel von Kapitän Johannes Tille, der sich die goldene MVP-Medaille redlich verdient hatte. Auch seine druckvollen Aufschläge bekam die Grizzlys-Annahme nie wirklich in den Griff. Fünf Asse standen letztlich auf dem Spielberichtsbogen, dazu noch jeweils zwei Angriffs- und Block-Punkte.

Penrose, in der vergangenen abgebrochenen Saison bester Aufschläger und zweitbester Scorer der Liga, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Zumindest der erste Punkt der Saison war dem US-Amerikaner vorbehalten. Nur wenige Sekunden später durfte Luuc van der Ent über seinen ersten Punkt jubeln. In der Folge hangelten sich die WWK Volleys vor knapp 400 Zuschauern in der Hildesheimer Arena stets mit zwei, drei Punkten Vorsprung durch den Satz. Als dann in der entscheidenden Phase die Hausherren am Drücker waren, brachte Hauser Jonas Kaminski in die Partie. Der 24-Jährige führte sich „mit vier Monsteraufschlägen“ hervorragend ein und brachte die WWK Volleys wieder auf Kurs. Nach 25 Minuten machte Mantha mit einem knallharten Schmetterball aus dem Rückraum den Satzgewinn schließlich perfekt (25:21).

Der zweite Durchgang war praktisch eine Kopie des ersten, nur noch etwas deutlicher. Die Grizzlys hatten ihrerseits Probleme in der Annahme und leisteten sich im Angriff viele leichte Fehler. Den Herrschingern gelang fast alles. Mit einem gefühlvollen Armzug machte Tim Peter den Deckel drauf (25:18). „Selbst in schwierigen Situationen haben wir gute Lösungen gefunden“, lobte Hauser sein Team.

Doch wie schon so oft gab es im dritten Umlauf einen Bruch im Spiel. Während die Grizzlys gefräßig waren, wirkten die WWK Volleys total von der Rolle. Die Angriffsquote brach auf 36 Prozent ein. „Wir haben im Angriff die Konzentration verloren“, meinte Hauser zum klaren Satzverlust (17:25). Aber zumindest zeigte sein Team „eine gute Reaktion“ und fand ins Spiel zurück. Mit einem knallharten Diagonalschlag tütete Penrose den ersten Saisonsieg ein (25:21).

Für Herrschings Neuzugang David Wieczorek gab es indes kein Wiedersehen auf dem Feld mit seinem Ex-Klub. Seine Bauchmuskelverletzung sei noch nicht vollständig auskuriert, sagte Hauser. Bis zum nächsten Spiel am 31. Oktober bei den United Volleys Frankfurt sollte der 24-jährige Außenangreifer einsatzbereit sein.

Tabelle

1. Volleyball-Bundesliga

KW-Bestensee - Friedrichshafen 0:3

RV Berlin - SWD Düren 3:0

Giesen - TSV Herrsching 1:3

Frankfurt - SVG Lüneburg 1:3

1. RV Berlin 1 75: 61 3

2. VfB Friedrichshafen 1 75: 64 3

3. SVG Lüneburg 1 99: 83 3

4. TSV Herrsching 1 92: 85 3

5. TSV Unterhaching 0 0: 0 0

5. VCO Berlin 0 0: 0 0

5. Bisons Bühl 0 0: 0 0

8. Grizzlys Giesen 1 85: 92 0

9. United V. Frankfurt 1 83: 99 0

10. KW-Bestensee 1 64: 75 0

11. SWD Düren 1 61: 75 0

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