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Der Ammersee Nachtmarkt wird immer beliebter. Die Verantwortlichen werden künftig von weit mehr Besuchern ausgehen und das Park- und Sicherheitskonzept darauf ausrichten. 

Ammersee Nachtmarkt

Kein Feuerwerk mehr in Herrsching

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So viele Beschwerden wie noch nie gab es heuer beim Ammersee Nachtmarkt. Jetzt beschloss der Gemeinderat, dass die Veranstaltung mit einem neuen Konzept für bis zu 5000 Menschen und ohne besucherträchtiges Feuerwerk auch im nächsten Jahr stattfinden soll.

Herrsching – Der Ammersee Nachtmarkt in Herrsching lebte in der Gemeinderatssitzung am Montag noch einmal auf. Zum 14. Mal fand diese Veranstaltung im August an der Seepromenade statt. Diesmal gab es so viele Beschwerden wie noch nie, aber es waren offensichtlich auch so viele Besucher da wie noch nie: statt 950 ist die Rede von 7000 bis 10 000. Mit einem neuen Konzept für bis zu 5000 Menschen und ohne besucherträchtiges Feuerwerk soll die Veranstaltung aber auch im nächsten Jahr stattfinden. Darin war sich die Ratsrunde einig.

Mit einem Besucheransturm wie in diesem Jahr hatte niemand gerechnet, auch die Veranstalter nicht. Weil in den vergangenen Jahren nicht gar so viele Besucher an den Ammersee geströmt waren, hatten die Veranstalter das Feuerwerk gleich an den Anfang gesetzt. Da der Pyrotechniker sein Spektakel über die sozialen Netzwerke im Internet stark bewarb und darüber hinaus traumhaftes Wetter vorherrschte, schien der Menschenstrom an den See aber gar nicht mehr abreißen zu wollen. „Mit so vielen Besuchern haben wir nicht gerechnet“, gestand Sandra Marsch, die im Rathaus erst in diesem Jahr dafür eingestellt worden ist, Veranstaltungen wie diese eben nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. „Wir haben alles eingehalten“, versicherte sie am Montag. Es habe Vorbesprechungen gegeben und Kontrollen – „allerdings immer auf maximal 950 Menschen ausgerichtet“. Von der Werbung im Internet hätten sie und auch der Hauptveranstalter nichts geahnt. „Und dann ging es los“, beschrieb sie das, was folgte. Am Tag danach sei versucht worden, kurzfristig zu reagieren, indem weitere Verkehrsüberwacher und Sicherheitskräfte hinzugezogen wurden. „Es war aber besonders der eine Abend gewesen“, sagte sie.

Bei einer Nachbesprechung kurz darauf einigten sich alle Beteiligten – die Polizei war mit im Boot – darauf, als erstes die Zahl der zu erwartenden Besucher auf 5000 hochzuschrauben. Das Feuerwerk, das habe CSU-Gemeinderat Willi Welte von Veranstalter Gerd Jansohn am Montag erfahren, soll ganz wegfallen. In der Nachbesprechung, teilte Sandra Marsch weiter mit, habe man sich darauf geeinigt, das Marktende um eine Stunde auf 22 Uhr vorzuverlegen, das letzte Bier gibt es um 21.30 Uhr. Geraten worden sei auch dazu, die Anzahl der Marktstände zu reduzieren und die Polizei zu den Markttagen zu verstärken. Um die Parksituation besser kontrollieren zu können, sollen zudem mehr Straßenposten im Einsatz sein.

Thema war am Montag auch der Parkplatz an der Realschule, der zu den Markttagen gerne als Campingplatz genutzt werde. Da es keine sanitären Anlagen gibt, gehe es entsprechend zu. Dies soll künftig unterbunden werden. Tagsüber soll die Fläche allein zum Parken ausgewiesen werden – mit Dixiklo für die Besucher. Diesem Antrag der FDP wurde zugestimmt. „Wir hatten großes Glück, dass zeitgleich kein Rettungseinsatz war“, schloss Bürgermeister Christian Schiller die Diskussion. Ob die Veranstaltung auf Vorschlag von Rita Mulert (Grüne) im nächsten Jahr um einen auf sechs Tage verkürzt wird, soll erst entschieden werden, wenn Anfang nächsten Jahres über den Jahresplan aller Veranstaltungen gesprochen wird.

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