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Klinikstandort in Herrsching gesichert

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Von: Andrea Gräpel

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Auch am aktuellen Klinikstandort  in Herrsching läuft noch eine Machbarkeits-Untersuchung.
Auch am aktuellen Klinikstandort in Herrsching läuft noch eine Machbarkeits-Untersuchung. © Photographer: Andrea Jaksch

Der Klinikstandort am Herrschinger Moos ist gesichert. Landrat Stefan Frey bekam gestern die Unterschrift unter ein Kaufangebot für 8000 Quadratmeter Fläche. 18 000 Quadratmeter sagte ihm der Gemeinderat am Montag zu.

Herrsching – In keinem anderen Gemeinderat war Landrat Stefan Frey seit seinem Amtsantritt so oft zu Gast wie in Herrsching. Erst war es das Gymnasium, im Oktober kam der Klinikstandort an der Seefelder Straße dazu, der auch am Montag Anlass zum Besuch bot. Die Gemeinde Herrsching besitzt an der Seefelder Straße eine zusammenhängende Fläche, auf der ursprünglich das Gymnasium entstehen sollte, das nun in Mühlfeld gebaut wird. Unter anderen Voraussetzungen und anderen Angebotsmöglichkeiten gelang Landrat Stefan Frey nun eine Einigung mit einem Eigentümer, die alle Optionen bis Ende 2026 offen hält. „Damit haben wir Rechtssicherheit und können planen“, betonte er.

Schon im Oktober hatte Frey die Gemeinderäte in Seefeld und Herrsching über die neuen Möglichkeiten unterrichtet. Und schon damals sprach er davon, auf einem guten Weg zu sein und dass eine baldige Einigung möglich sei. Bis es zum Notartermin kam, sei er zunächst aber immer wieder „vertröstet“ worden, sagte Frey am Montag.

Nun hat der Landkreis damit drei Optionen für die vom Freistaat in Aussicht gestellte neue Klinik mit 190 Betten im westlichen Landkreis. Außer dem Herrschinger Moos stehen 25 000 Quadratmeter Grund an der Bahnhofstraße unterhalb des Friedhofs in Hechendorf zur Verfügung. „Im Raum steht auch noch immer die Schindlbeck-Klinik“, berichtete Frey dem Gemeinderat und erklärte sogleich, dass das Baurecht dort jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht ausreichen werde. „Dies wäre nur durch einen völligen Umbau und Aufstockung möglich. Ich gehe davon aus, dass eine Erweiterung nicht positiv beschieden wird, darum arbeiten wir parallel.“

Parallel liefen also die Grundstücksverhandlungen am Herrschinger Moos. Für einen Klinikneubau sind mindestens 25 000 Quadratmeter Fläche nötig. Die Gemeinde besitzt rund 18 000 Quadratmeter. Die restliche Fläche konnte Frey gestern Nachmittag notariell für den Kreis sichern. Er hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass ihm dieser Grund an der Seefelder Straße am meisten zusagt.

Gegen die Stimme von Johannes Puntsch (FDP) begrüßte auch Herrschings Gemeinderat das Projekt und erklärte sich bereit, die gemeindeeigene Fläche – zu der auch die Flüchtlingsunterkunft gehört – abzutreten vorbehaltlich einer Rückgabepflicht, sollte eine Klinik dort nicht genehmigt werden, beziehungsweise eines Rückkaufrechtes, falls die Nutzung als Klinikbetrieb einmal aufgehoben werde. Nach diesem „starken Signal“, wie Frey es nannte, erhofft er nun eine Zusage des Gesundheitsministeriums für den Bau dort im ersten Quartal. Früher nicht, „momentan haben die andere Dinge zu erledigen“. Danach könnte aber alles schnell gehen, denn eine Baugenehmigung hält der Landrat schon ab 2023 für möglich.

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