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Guten Mutes, alle beide: Bürgermeisterkandidatin Christine Hollacher und Landratskandidat Matthias Vilsmayer. 

Kommunalwahl 2020

Drei Stimmen sind Christine Hollacher genug

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Dass Christine Hollacher zwölf Jahre nach ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin Herrschings noch einmal als Kandidatin antritt (wir berichteten), hat die Neugierde der Herrschinger geweckt. Zur Nominierung am Sonntagabend kamen nicht nur Freie Wähler, sondern auch mehr als ein Dutzend Herrschinger.

Herrsching – Dass Christine Hollacher zwölf Jahre nach ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin Herrschings noch einmal als Kandidatin antritt (wir berichteten), hat die Neugierde der Herrschinger geweckt. Zur Nominierung am Sonntagabend kamen nicht nur Freie Wähler, sondern auch mehr als ein Dutzend Herrschinger.

Da es in Herrsching nach dem Austritt der Bürgergemeinschaft aus der Vereinigung zu wenige Mitglieder der Freien Wähler gibt, hatte der Kreisvorstand Christine Hollacher als Kandidatin ins Spiel gebracht. Das Wahlrecht bietet diese Möglichkeit, so dass es ausreichte, dass Christine Hollacher von sich selbst und zwei weiteren anwesenden Herrschinger Mitgliedern ins Rennen geschickt werden konnte. Die ansonsten noch nötigen zwölf Unterschriften wurden von anwesenden Interessierten geleistet. Vorsitzender Landratskandidat Matthias Vilsmayer, der als Wahlleiter nach Herrsching kam, freute sich und hoffte, mit der Nominierung ein kleines Pflänzchen für die Freien Wähler in Herrsching zu setzen. Der Kreisverband hat seine Hochburgen in Gilching und Starnberg. Vilsmayer sähe es gern, wenn seine Partei weiter in die Fläche reiche.

Christine Hollacher war schon immer Freie Wählerin, versicherte sie. Zunächst mit der Bürgergemeinschaft und nachdem sie vor zwölf Jahren als Bürgermeisterin nicht wiedergewählt worden war, zog sie mit der Partei in den Landtag ein – wenn auch im Hintergrund, indem sie die Geschäftsstelle ausbaut. Daher wisse sie, an wen sie sich wenden könne, um zum Beispiel Ziele für den Klimaschutz durchzusetzen, die in der EU und in Berlin schon formuliert worden seien, „aber in den Gemeinden leider selten eine Rolle spielen“. Sie möchte dies ändern, mit „einer anderen Form der mobilität“, wobei sie an einen Ortsbus denkt oder ein Parkdeck auf dem absehbar frei werdenden Heine-Grundstück an der Seefelder Straße. Zur Erinnerung: Es war ein Parkdeck (am Bahnhof) das sie vermutlich damals die Wiederwahl gekostet hatte. Für Christine Hollacher wäre es auch heute noch die richtige Lösung. Die Platanen, die man schützen wollte, indem auf das Doppeldeck verzichtet wurde, seien heute trotzdem gefällt, merkte ein Besucher zustimmend an.

Christine Hollacher habe auch lange darauf gewartet, dass jemand außer Gerhard Knülle sage, das geplante Gymnasium koste zu viel – Geld und Biotop. Auch darum werfe die 61-Jährige ihren Hut „im letzten Abschnitt meines Berufslebens“ in den Ring. „Und um gleichwertige Verhältnisse zu schaffen“ – im Sinne bezahlbaren Wohnraums.

Neugierige Zuhörer fand Christine Hollacher in ehemaligen Ratskollegen und Mitstreitern. Auch Kandidaten für den Gemeinderat von anderen Listen hörten aufmerksam zu, welche Motivation die ehemalige Bürgermeisterin trieb, sich so kurzfristig als fünfte Kandidatin für das Bürgermeisteramt zu bewerben. Schon am Donnerstag müssen alle Wahlunterlagen abgegeben sein. 

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