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„Kunst fährt auf Sicht“

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Von: Andrea Gräpel

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Die aktuelle Zusammensetzung von „Die Künstler aus dem Einbauschrank“ (v.l.): Christof Jenauth, Dirk Eckert, Enno Müller-Spaethe, Monika Roll, Gesine Dorschner und Nina Fritzsche heben mit zahlreichen Gastkünstlern „Kunst fährt auf Sicht“ aus der Taufe.
Die aktuelle Zusammensetzung von „Die Künstler aus dem Einbauschrank“ (v.l.): Christof Jenauth, Dirk Eckert, Enno Müller-Spaethe, Monika Roll, Gesine Dorschner und Nina Fritzsche heben mit zahlreichen Gastkünstlern „Kunst fährt auf Sicht“ aus der Taufe. Foto: Privat © Privat

Die Kunstgruppe „Künstler aus dem Einbauschrank“ ist dem Charme des verlassenen Heine-Stammhauses an der Kientalstraße in Herrsching bereits im Februar erlegen. Seitdem arbeiten die Mitglieder an einem Konzept für ein Kunst- und Kulturevent, denn bevor das ehemalige Verwaltungs- und Produktionsgebäude von Heine-Optotechnik abgerissen wird und Platz macht für ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 36 Wohnungen, dürfen sich die Herrschinger Künstler darin noch einmal austoben.

Herrsching - Vom 14.  bis 17. Juli verwandeln „Die Künstler aus dem Einbauschrank“ die ehemalige Firmenzentrale nun in einen Kulturraum, wie sie es schon einmal vor dem Abbruch des Sporthaus Henle an der Seestraße gemacht hatten. Vier Tage lang wird im Rahmen einer kreativen Zwischennutzung auf mehr als 1000 Quadratmetern Kunst von mehr als 20 Künstlern und Künstlerinnen ausgestellt. Gleichzeitig gibt es ein großes Veranstaltungsprogramm mit Live-Konzerten, Tanz-Performance, Comedy, Lesungen, Poetry-Slam und Überraschungen.

„Kunst fährt auf Sicht“ lautet der Titel der Ausstellung – und er ist Programm. Niemand könne sagen, wie sich die Corona-Lage im Juli darstelle, „deshalb werden wir den Umfang und Ablauf der Veranstaltung kurzfristig an die aktuelle Situation anpassen“, betonen die sieben Mitglieder der Kunstgruppe. Dies sind Gesine Dorschner, Dirk Eckert, Nina Fritzsche, Christof Jenauth, Felix Maizet, Enno Müller-Spaethe und Monika Roll.

Seit 2012 verwandelt die Herrschinger Kunstgruppe leer stehende Gebäude in temporäre Galerien. Das erste Projekt war eine Villa aus den 1960er-Jahren an der Schönbichlstraße. Aus Mangel an Stellwänden wurden damals große Teile der Exponate in den vorhandenen Einbauschränken präsentiert. Die Ausstellung trug in Konsequenz den Namen „Kunst im Einbauschrank“ und lieferte damit die Vorlage für den Namen der Gruppe. 2014 gab es für das originelle Konzept den Kulturförderpreis des Landkreises.

Wie bei allen Veranstaltungen der Einbaukünstler, steht auch diesmal neben der Bildenden Kunst der Festivalcharakter im Mittelpunkt. Deshalb soll die Kunstausstellung jeden Tag von einer Vielzahl an Live-Acts begleitet werden. Damit wollen die Organisatoren auch für jeden Geschmack etwas bieten.

Das Heine-Haus hat eine lange Unternehmenstradition. Der Standort ist schon seit den Tagen, als dort seit den 1890er-Jahren ein Gasthof von Schreiner- und Bürgermeister Benedikt Rehm stand, ein Fixpunkt. Daher hatte der Projektentwickler Bayernwohnen, der das Gebäude kaufte, der Kunstgruppe das Haus auch angeboten, um es vor dem Abriss noch einmal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Dass wir dabei örtliche Vereine und insbesondere Kunst- und Kulturschaffende unterstützen können, macht es besonders lohnend“, sagt Projektleiter und Architekt Fabian Strebel.

„Kunst fährt auf Sicht“ startet am Donnerstag, 14. Juli, um 19 Uhr mit einer Vernissage. Danach ist die Ausstellung jeden Tag geöffnet. Die detaillierten Öffnungszeiten, alle Anfangszeiten der Live-Veranstaltungen und „vieles, was nicht zu planen ist“, ist rechtzeitig auf der Internetseite der Künstler unter www.dkade.de und auf Facebook unter www.facebook.com/KunstimEinbauschrank zu finden.  

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