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Seit Kindesbeinen an spielte Matthias Krehl für den TSV Gilching (das Bild zeigt ihn 2004 im Spiel gegen den TuS Fürstenfeld bruck). Jetzt wechselt er zum Lokalrivalen Herrsching als Trainer der gerade in die Bezirksoberliga aufgestiegenen zweiten Männermannschaft.

Handball

Ur-Gilchinger Krehl nach Herrsching

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Uli Sigl, Handball-Abteilungsleiter des TSV Herrsching, hat sich ein Gilchinger Urgestein geschnappt: Matthias Krehl wird neuer Trainer der gerade in die Bezirksoberliga aufgestiegenen zweiten Herrenmannschaft.

HerrschingAuf so eine Idee muss man erst einmal kommen. Als Verantwortlichen für seine zweite Handball-Mannschaft engagierte Uli Sigl einen Trainer, der weder über eine Lizenz noch über einen einzigen Tag Erfahrung in diesem Job verfügt. Matthias Krehl heißt der Kandidat des Herrschinger Abteilungsleiters für die kommende Saison in der Bezirksoberliga.

„Wir haben uns überlegt, wer zu uns passen könnte“, erzählt Sigl. Da fiel schnell Krehls Name. Das Engagement des 41-Jährigen hat das Zeug dazu, zu einem Politikum zu werden. Der Gymnasiallehrer gilt als Gilchinger Urgestein. Allerdings stand er beim TSV nie als Betreuer in der Verantwortung. Nach den Spielern Patrick und Andreas Herz, Nicolas Emmrich und Michael Jaschunsky ist Krehl der fünfte Gilchinger, der am Ammersee Wurzeln schlägt.

Mit seiner Verpflichtung sichern sich die Herrschinger jede Menge Know-how. Denn für Sigl bedeutet es kein Manko, dass sein neuer Trainer kein entsprechendes Zertifikat besitzt. Der Spartenchef kennt seinen neuen Coach schon seit ewigen Zeiten. Krehl gehörte jener legendären Spielgemeinschaft aus Herrschinger und Gilchinger Jugendlichen an, die 1995 die Bayerische Meisterschaft errang. Danach spielte der Rückraumakteur überwiegend in Gilchings zweiter Garnitur, obwohl er eigentlich das Format für die erste Mannschaft besaß. „Er hat absoluten Handballverstand“, sagt Sigl, der ihn deswegen als prädestiniert hält, die vielschichtigen Aufgaben in der Herrschinger Reserve zu erfüllen.

Neben seiner Erfahrung wird ihm auch Hans Wannenmacher ein Hilfe sein, der ihn vor gut zwei Jahrzehnten selbst noch als Spieler betreute. Sigl geht davon aus, dass sich das Gespann gut ergänzt: „Matthias ist für die Praxis da, Hans mehr für das Theoretische.“

Vor allem sind Krehls Fähigkeiten als Pädagoge gefragt. Da der eigentliche Kader des Teams nur acht Akteure umfasst, muss der Trainer vor allem mit den A-Junioren und den Spielern aus der ersten Mannschaft zusammenarbeiten. Die Jungen gilt es behutsam an das Niveau bei den Erwachsenen heranzuführen, während die Recken aus der Ersten wieder fit gemacht werden sollen, damit sie auf Landesliga-Niveau mithalten können. „Die Zweite ist unsere Ausbildungsmannschaft“, stellt Sigl klar. Was für Krehl genauso gilt. Auch wenn seine Fähigkeiten im eigenen Verein nie gefragt waren, in Herrsching versprechen sie sich viel von ihm. 

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