Kam in jedem Spiel auf der Diagonalen zum Einsatz: der 18-jährige Laurenz Welsch. 
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Kam in jedem Spiel auf der Diagonalen zum Einsatz: der 18-jährige Laurenz Welsch. 

Laurenz Welsch zurück aus dem Iran

Mit der Weltspitze mitgehalten: Breitbrunner berichtet von der U19-Volleyball-WM

Laurenz Welsch ist zurück aus dem Iran. Der 18-Jährige aus Breitbrunn spielte dort bei der U19-WM für die deutsche Volleyball-Auswahl. Das Team war durchaus erfolgreich. Vom Land sah Welsch coronabedingt wenig.

Breitbrunn/Teheran – Auf ein „einzigartiges Event“ blickt Laurenz Welsch zurück. Der 18-jährige Volleyballer aus Breitbrunn war mit der deutschen U19-Nationalmannschaft bei der WM im Iran. Nach zehn intensiven Turniertagen mit sieben Spielen landete das Team auf einem guten achten Platz. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir mit der Weltspitze mithalten“, resümiert Welsch, der in allen Partien auf der Diagonalen zum Einsatz kam.

Mit seiner Leistung sei er sehr zufrieden. Dieses Feedback habe er auch vom Trainer-Duo Dan Illot/Dominic von Känel erhalten. Coronabedingt fand das Turnier ohne Zuschauer statt. „Schade, da die Iraner volleyballbegeistert sind“, so Welsch. Wegen der Enge des Turnierplans und der Corona-Regeln habe er leider fast nichts vom Land gesehen. „Vor dem ersten Spiel war die Anspannung bei uns doch sehr groß“, berichtet Welsch. Vom Gegner Kuba wusste das Team lediglich, dass sie erfahrungsgemäß sehr athletisch sind. Doch letztlich wurden die Nordamerikaner relativ deutlich mit 3:0 (25:16, 25:10, 25:22) geschlagen.

Im zweiten Match holte Argentinien die Deutschen zurück auf den harten Boden der Tatsachen, 1:3 (23:25, 22:25, 25:19, 22:25) hieß es am Ende. Welsch: „Wir waren im Angriff nicht konsequent genug. Da die Auswahl der Dominikanischen Republik nicht angereist war, siegte Deutschland am Grünen Tisch. Das letzte Vorrundenspiel dominierten sie von Beginn an. Souverän fegten sie Ägypten mit 3:0 (25:19, 25:15, 25:17) von der Platte. „Das war sicherlich eines unserer besten Spiele“, unterstreicht Welsch.

Welsch lobt guten Teamgeist der Mannschaft

Zusammenhalt zeigte die deutsche U19-Nationalmannschaft bei der WM im Iran. 

Im Achtelfinale kam es zum Nachbarschaftsduell gegen Belgien. In einem Vorbereitungsspiel hatten die Belgier sehr knapp die Nase vorne gehabt. Diesmal drehte die deutsche Auswahl den Spieß um. Auch dank einer bärenstarken Vorstellung von Jannes Wiesner gewann sie mit 3:2 (17:25, 28:26, 17:25, 29:27, 15:9). Im vierten Satz war Deutschland schon mit einem Bein draußen, doch das Team kämpfte sich zurück. „Wir hatten einen guten „fighting spirit“, so Welsch. Im Viertelfinale war man aber beim 0:3 (19:25, 23:25, 26:28) gegen Polen chancenlos. Welsch: „Sie waren uns immer einen Schritt voraus.“ Nicht nur den Deutschen. Im gesamten Turnierverlauf gab der spätere Weltmeister nur einen einzigen Satz ab. In den Platzierungsspielen setzte es noch zwei Niederlagen (0:3 gegen Argentinien, 1:3 gegen Brasilien). Am Ende bedeutete dies Platz acht für das deutsche Team. Die Enttäuschung hielt sich bei Welsch und seinen Teamkameraden in Grenzen. Vielmehr blicken sie schon auf die kommenden Großereignisse. Im Sommer 2022 steht die U20-Europameisterschaft und in zwei Jahren die U21-Weltmeisterschaft an.

Jetzt gilt Welschs Fokus seinem neuen Team. Der Breitbrunner spielt auf Leihbasis für den TSV Mühldorf in der 2. Bundesliga Süd. Ähnlich wie bei Iven Ferch vor zwei Jahren wird Welsch größtenteils in Herrsching trainieren und am Wochenende in Mühldorf spielen. Sollte bei den Herrschingern Not am Mann sein, könnten sie Welsch dank des Doppelspielrechts an den Ammersee beordern. Im Sommer hatte der 18-Jährige sein Abitur gemacht, jetzt will er sich erst einmal ganz dem Volleyball widmen. „Mein Vorbild diesbezüglich ist Tim Peter“, sagt er. Der Außenangreifer der WWK Volleys Herrsching studiert auch während seines Engagements an der Uni in München.

Dirk Schiffner

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