Freizeitangebote auf der Landkarte markiert: Die Ergebnisse der Schülerinformation aus den neunten Klassen helfen den Studenten bei der Umsetzung einer besseren Vernetzung der Jugend- und Freizeiträume in der Region. 

Europäisches Förderprogramm Leader

Wo kann man am besten chillen?

Das ist, was sich Aktionsgruppen im Leader-Förderprogramm wünschen: Viele Menschen, die mitachen - Jung und Alt. Umso erfreuter war die LAG Ammersee von der Unterstützung einer 9. Klasse der Realschule Herrsching. Die Schüler arbeiteten quasi mit an einer Landkarte zum Chillen.   

Herrsching – Eine ungewöhnliche Doppelstunde Geografie erlebten die Neuntklässler der Realschule Herrsching mit ihrer Lehrerin Maria Wenger-Reinhard kurz vor den Osterferien. Die Professorin für Städtebau und Theorie der Stadt an der Hochschule München, Professorin Dr.-Ing. Andrea Benze, besuchte mit fünf Studierenden die Schüler zu einem Workshop. Die Nachwuchswissenschaftler recherchieren das Freizeitverhalten Jugendlicher in der Ammersee-Region.

Arrangiert vom Management der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Ammersee im Leader-Förderprogramm zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung der Ammersee-Region ging es um wichtige Basisinformationen für zwei aktuelle Projekte: „Vernetzte Jugendplätze“ sowie „Freizeiträume an den Seen der Region“. In fünf Arbeitsgruppen markierten die Schüler mit sichtbarem Spaß auf großen Landkarten, wo sie sich einerseits während der Schulwoche und andererseits am Wochenende bevorzugt aufhalten und mit welchen Verkehrsmitteln sie an diese Plätze gelangen. Auf einer dritten Landkarte konnten sie eintragen, wo sie sich welche Freizeitangebote wünschen. Die abschließenden Gruppenpräsentationen zu den Vorstellungen der Schüler brachten interessante erste Erkenntnisse und sorgten auch in der Klasse für angeregte Diskussionen.

Die Realschule Herrsching hatte als erste die Bitte des LAG-Managements an die Schulen der Ammersee-Region um Unterstützung bei seinen Recherchen begeistert aufgegriffen. Geografielehrerin Maria Wenger-Reinhard interessiert sich auch außerhalb der Schule für Regionalentwicklung und Fragen des Städtebaus. So freute sie sich ganz besonders, mit diesem ungewöhnlichen Workshop ihren Schülern einmal praxisnah ein Thema zu präsentieren, wie die Wissenschaft Geografie die Entwicklung der unmittelbaren Lebensbedingungen junger Leute unterstützt.

Ein zweiter Workshop an einer Schule des Ammersee-Westufers noch in diesem Frühjahr soll weitere Erkenntnisse für die Bestandsaufnahmen liefern. Professor Andrea Benze wird mit den Studierenden die Ergebnisse zusammenfassen und analysieren. „Das LAG-Management freut sich auf die von ihr initiierten wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse für die beiden Gemeinschaftsprojekte“, sagte Sprecher Hans-Peter Sander.

Bei „Freizeiträume“ geht es um eine Bedarfserhebung als Grundlage für die Entwicklung eines vernetzten Freizeitangebots an den Seen der Ammersee-Region. Bei der LAG-Initiative „Vernetzte Jugendplätze“ haben die 16 Mitgliedsgemeinden, 2016 ein gemeinsames Vorgehen bei der Erstellung und Nutzung von Jugendplätzen in der Region vereinbart (wir berichteten). Zunächst soll Transparenz über vorhandene Angebote geschaffen werden, dann ist eine abgestimmte Diversifizierung des Gesamtangebots angestrebt.  mm

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