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Offiziell eröffnet: Alles neu in der Tourist-Info Herrsching

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Von: Andrea Gräpel

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Hier bekommen Touristen die Informationen, die sie benötigen (v.l.): die Mitarbeiterinnen Eva Klusch, Klaudia Beuler und Uschi Härtl zusammen mit Bürgermeister Christian Schiller, Landrat Stefan Frey und Tourismus-Förderer Klaus Götzl in der neuen Tourist-Info in Herrsching.
Hier bekommen Touristen die Informationen, die sie benötigen (v.l.): die Mitarbeiterinnen Eva Klusch, Klaudia Beuler und Uschi Härtl zusammen mit Bürgermeister Christian Schiller, Landrat Stefan Frey und Tourismus-Förderer Klaus Götzl in der neuen Tourist-Info in Herrsching. © Andrea Jaksch

Die Tourist-Info gegenüber dem Bahnhof in Herrsching ist am Samstag offiziell eröffnet worden. Zwar läuft dort nach zweijährigem Umbau bereits seit Juni 2020 wieder der Betrieb, Corona hatte dem offiziellen Termin aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Herrsching – Klaus Götzl spricht stolz von einem „markenkonformen touristischen Aushängeschild“, wenn er von der Tourist-Info in Herrsching redet. Der Leiter Tourismus bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Tourismus (gwt) führte am Samstag stolz durch den Pavillon gegenüber dem Bahnhof. Bereits seit Juni 2020 ist er wieder geöffnet, nachdem das denkmalgeschützte Häuschen zwei Jahre lang renoviert wurde. Damit keine Inzidenzzahlen mehr dazwischen funken, hatte Götzl nun kurzfristig zu einer feierlichen Eröffnung mit den offiziellen Vertretern von Landkreis, Gemeinde und gwt eingeladen.

Der Pavillon gegenüber ist ein Hingucker. Zwischen 1907 und 1910 wurde das Häuschen erbaut, nur wenige Jahre nachdem das Bahnhofsgebäude 1903 in Betrieb genommen worden war. Das denkmalgeschützte Häuschen befindet sich im Eigentum der Gemeinde Herrsching. Zwischendurch gab es zwar auch mal einen Kiosk und Keramikverkauf in dem alten Gemäuer, aber eigentlich war es immer schon eine Touristen-Information beziehungsweise ein Verkehrsbüro – bis die gwt die Räumlichkeiten übernahm.

In dem neuklassizistischen Gebäude befanden sich früher ein Empfangsraum mit Tresen und Schreibtisch sowie ein kleiner Sanitärbereich und ein Nebenraum mit umfangreicher Prospektsammlung. Im Winter wurde vor der Sanierung unwirtschaftlich mit Nachtspeicherheizungen geheizt, im Sommer mit Klimaanlage gekühlt.

In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalschutz hat die Gemeinde Herrsching 2018 Geld in die Hand genommen, um das in die Jahre gekommen Gebäude aufwendig zu restaurieren. Innenwände wurden ersetzt, Außenwände ausgebessert. Wesentlich für die Mitarbeiterinnen der Touristinfo sind eine neue Dämmung und eine neue Heizung. Kalte Füße gehören also der Vergangenheit an. Der alte Bodenaufbau musste dafür erneuert werden. Aus zwei Zimmern wurde ein großer Raum plus kleinem Lager- und Elektronikraum, und eine neue Beleuchtung gibt es auch. Eine barriefreie Beratung ist durch ein neues Fenster an der Nordseite des Gebäudes möglich. Die gwt brachte am Ende die Farbe ins Spiel, denn dekoriert ist der Innenraum nicht irgendwie: Die Farben und Formen sind der Marke der Region StarnbergAmmersee angepasst.

Götzl dankte bei der offizielen Inbetriebnahme der VR Bank, die die Mitarbeiterinnen in der Sanierungszeit übergangsweise in der Schalterhalle des Bankhauses beherbergt hatten. Dass die Tourist-Info nicht mehr wegzudenken ist, konnte Götzl mit Zahlen belegen, denn allein seit der Wiederöffnung nach der Corona-Pause im Mai dieses Jahres bis Ende Juli habe es gut 3000 Gästekontakte gegeben – „tendenz steigend“. Dabei ist der Pavillon nicht nur Anlaufstelle für Gäste, sondern auch für die Gastgeber in der Region.

Die mit viel Liebe zum Detail gestaltete Einrichtung hat die gwt einen mittleren fünfstelligen Betrag gekostet, die Sanierung kostete die Gemeinde knapp 100 000 Euro.

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