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Kein alltäglicher Einsatz, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Herrsching am Samstag nach Rausch gerufen wurde. Ein Pferd steckte mit den Vorderbeinen in einem Gulli fest. Mit dem Kran auf dem neuen Herrschinger Mehrzweckfahrzeug konnte das Tier fast unbeschadet geborgen werden.

Tierrettung

Samson auf Irrwegen

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Mit beiden Vorderläufen steckte ein 26 Jahre alter Wallach am Samstag in einem Gulli fest. Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Herrsching und umsichtiger Tierärzte überstand das Tier den Vorfall nahezu unversehrt.

Rausch – 35 Minuten können zu einer Ewigkeit werden, wenn man in Not ist, wie der 26 Jahre alte Wallach Samson von Bianca Renken am Samstag. Er war durch einen Zaun gebrochen, schnurstracks auf eine Grube zu, die gerade abgepumpt wurde. Darum war der Gulli offen, in den das Pferd erst mit dem einen und dann mit dem anderen Vorderbein hineinrutschte und feststeckte. Glücklicherweise wurde der Unfall bemerkt, so dass Bianca Renken schnell zur Stelle war, um Hilfe zu alarmieren. Nach eineinhalb Stunden stand Samson dank der Hilfe der Feuerwehr Herrsching wieder auf den Beinen.

Auch die Retter, die schon nach wenigen Minuten im Herrschinger Ortsteil Rausch bereitstanden, mussten erst warten – auf den Tierarzt, dessen Anfahrt aus Weilheim die besagten 35 Minuten in Anspruch nahm. „Uns kam das ewig vor“, erzählt Bianca Renken, die den Wallach in dieser Zeit zu beruhigen versuchte. „Ich nahm seinen Kopf in die Hand und redete die ganze Zeit auf ihn ein.“ Die Feuerwehrleute blieben vor dem Gatter, damit sich das Pferd nicht noch mehr aufgeregte. Erst als der Arzt eintraf, wurde das Tier sediert und narkotisiert, so dass die Retter mit der Bergung beginnen konnten. Dafür wurde das Mehrzweckfahrzeug eingesetzt, dass seit wenigen Wochen in Herrsching stationiert ist und über einen Bergungskran verfügt.

Bianca Renken hat den Wallach – ein ehemaliges Springpferd – erst seit viereinhalb Jahren. „Damals war er in keinem guten Zustand. Wir dachten nicht, dass er die nächsten sechs Wochen überlebt.“ Doch Samson bewies sich als Kämpfer. So auch am Samstag. Bevor der Arzt kam, versuchte er sich freizustrampeln. Immer wieder musste Bianca Renken ihn beruhigen. „Erstaunlich, dass er das zuließ“, sagt sie, weil der 1,84 Meter große Wallach normalerweise ein schwieriger Fall sei. Er ist das älteste von fünf Pferden, die die Herrschingerin in Rausch hält. Der Tiere wegen, auch wenn eines wie Samson nicht mehr reitbar ist. „Hauptsache, es geht ihnen gut“, sagt sie. Und Samson geht es dank der Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr abgesehen von ein paar Schürfwunden und Schwellungen auch wieder gut.

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