Gewohnt zuverlässig: Jonas Kaminski erzielt für die WWK Volleys Herrsching elf Punkte beim Sieg gegen Haching.
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Gewohnt zuverlässig: Jonas Kaminski erzielt für die WWK Volleys Herrsching elf Punkte beim Sieg gegen Haching.

Derbysieg

Pflichtaufgabe erledigt: WWK Volleys Herrsching bezwingen Unterhaching 3:0

  • vonDirk Schiffner
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Die WWK Volleys Herrsching gewinnen ihr Heimspiel gegen den TSV Unterhaching mit 3:0 (25:20, 25:22, 25:22). Den großen Glanz versprüht die Mannschaft von Trainer Max Hauser beim Derbysieg allerdings nicht.

Herrsching – Die WWK Volleys Herrsching befinden sich voll auf Playoff-Kurs. Die Ammerseer gaben sich im oberbayerischen Derby gegen den TSV Unterhaching keine Blöße und besiegten das Schlusslicht aus dem Münchner Süden im Schnelldurchgang mit 3:0 (25:20, 25:22, 25:22). Bereits das Hinspiel vor knapp zwei Monaten war mit 3:0 an Herrsching gegangen. Einziger Unterschied: Damals benötigten Kapitän Johannes Tille und Co. 69 Minuten, diesmal dauerte das Geister-Derby drei Minuten länger.

Herrsching festigt Platz vier

Durch den vierten Sieg in Folge festigten die Herrschinger den vierten Platz, der im Viertelfinale das Heimrecht in einem möglichen dritten Playoff-Spiel bedeuten würde. Der härteste Rivale ist drei Runden vor dem Ende die SVG Lüneburg. Die Nordlichter mühten sich am Samstag gegen die Helios Grizzlys Giesen zu einem 3:2-Sieg. Der Vorsprung der WWK Volleys auf den Nordrivalen beträgt aktuell drei Punkte (31 zu 28 Punkte). Das Restprogramm spricht dabei eher für die Mannschaft von Trainer Max Hauser. Lüneburg muss noch bei den Bisons Bühl, die als Achter jeden Zähler im Kampf um die Playoffs brauchen, sowie zweimal gegen den Spitzenreiter VfB Friedrichshafen ran. Herrsching spielt am Mittwoch beim Dritten Powervolleys Düren und am Samstag gegen die neuntplatzierten und ebenfalls noch hoffenden Grizzlys Giesen. Zum Abschluss der Hauptrunde reisen die Herrschinger zu den Berlin Recycling Volleys.

Auf welchem Platz auch immer die Ammerseer die Hauptrunde abschließen werden, die Heimspiele in der bevorstehenden K.o.-Phase werden in der Nikolaushalle stattfinden. Die VBL erteilte dem Klub eine Sondergenehmigung. Lediglich falls sich der TV-Sender Sport1 doch zu einer Live-Übertragung entscheiden sollte, würde man die Situation neu bewerten. „Es ist nach wie vor mein großer Traum, in einem vollen Audi Dome zu spielen“, betont etwa Max Hauser.

Trainer Hauser nicht komplett zufrieden

Doch zurück zum Spiel gegen die Hachinger. Da war Hauser trotz des Derbysieges nicht komplett zufrieden. „Es war kein gutes Spiel, ein wahres Aufschlagfehlerfestival von beiden Mannschaften“, stellt er klar. Einzig David Wieczorek und Fabian Suck, Herrschings an Haching ausgeliehener Mittelblocker, schlugen einigermaßen stabil auf. Weil Suck auch insgesamt ein ordentliches Spiel absolvierte, bedachte ihn Hauser – wie schon im Hinspiel – mit der silbernen MVP-Medaille. Gästetrainer Patrick Steuerwald entschied sich für Johannes Tille. Wieczorek hätte sie sicherlich auch gut zu Gesicht gestanden. Der US-Amerikaner erzielte vier Asse, drei Block- und sieben Angriffspunkte, auch die Annahmequote (71 Prozent) war mehr als ordentlich.

Wie beim 3:1-Sieg gegen den VCO Berlin vor Wochenfrist rotierte Hauser seine Startformation ordentlich durch. So bekamen Jalen Penrose, Jori Mantha und Dorde Ilic zunächst eine Verschnaufpause. Ilic und Mantha durften im dritten Satz noch mitmischen, Penrose kam gar nicht zum Einsatz, wurde von Jonas Kaminski (elf Punkte) aber gewohnt zuverlässig vertreten. In der Annahme bekam auch das junge Eigengewächs Laurenz Welsch wieder seine Einsatzzeit.

Lediglich im ersten Satz klar überlegen

Lediglich im ersten Satz waren die Hausherren klar überlegen. Nach 22 Minuten war dieser (25:20) eingetütet. Im zweiten und dritten Durchgang duellierten sich beide Mannschaften lange Zeit auf Augenhöhe, doch jeweils in der entscheidenden Phase leistete sich die junge Unterhachinger Truppe viele vermeidbare Fehler. Sehr zum Ärgernis von deren Trainer Steuerwald, der an seiner ehemaligen Wirkungsstätte nur allzu gerne zumindest einen Satz gewonnen hätte. Beide Sätze endeten mit 25:22 für Herrsching.

Nach dem Derbysieg mit fälliger Humbatätärä und artigem Winken hoch zu den Fans an der Fensterscheibe begaben sich die Akteure in den Regenerationsmodus. Schließlich steht am Mittwoch das schwere Auswärtsspiel bei den Powervolleys Düren auf dem Programm. Am Rande der Eifel sollten Tille und Co. dann eine Schippe drauflegen im Vergleich zu den letzten beiden Partien gegen die Hinterbänkler VCO Berlin und Unterhaching.

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