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Die Herrschinger Volleyballer bräuchten eine Halle.

Realschule Herrsching

Kampf um Zuschüsse für Dreifachhalle

Herrsching – Die Regierung will nur zwei Hallen abdecken, aber ein Planer warnt vor Teilabriss des alten Gebäudes.

Bereits 2014 hatten sich die Verbandsräte des Zweckverbandes weiterführende Schulen im westlichen Landkreis für den Abriss der bestehenden Eineinviertel-Turnhalle an der Realschule Herrsching ausgesprochen und den Neubau einer Dreifach-Halle favorisiert. Genauso ist nun auch das Abstimmungsverhältnis am Donnerstag ausgefallen. Der von den Volleyballern angemeldete Bedarf einer Halle wird dabei wohl nicht berücksichtigt werden, da bei einer dann notwendigen Mischfinanzierung der Zweckverband in die Haftung genommen und von der Rechtsaufsicht nicht genehmigt würde. 

Schulunterricht bräuchte die größere Hallenvariante

Dies gehöre nicht zu den Aufgaben des Verbandes, informierte der Gilchings Bürgermeister Manfred Walter als Verbandsvorsitzender. Ebenso berichtete er, dass die Regierung von Oberbayern zwar einen Bedarf von drei Halleneinheiten zugestanden habe, aber schulaufsichtlich nur zwei fördern würde. Es sollen deshalb erneut Gespräche mit der Regierung von Oberbayern, dem Landkreis und der Kommunalen Aufsichtsbehörde zu führen, um doch noch Zuschüsse für eine Dreifach-Halle auszuhandeln. Im Hinblick auf die aktuell erhaltenen Zusagen von Zuschüssen wäre eine Zweifach- Halle über den Haushalt finanzierbar, sagte Geschäftsführer Stefan Amon, eine Dreifach-Halle aber nur über Sonderumlagen von den Gemeinden, ergänzte Walter. 

Realschuldirektorin Rita Menzel-Stuck räumte ein, dass zurzeit noch fünf Klassen als Voraussetzung zur Genehmigung einer Dreifach-Halle fehlten. „Das ändert sich aber bereits im nächsten Schuljahr“, versicherte sie. Dauerhaft könne der Sportunterricht auf dem Schulgelände nur mit der größeren Hallenvariante gewährleistet werden. „Bei rund fünf Millionen Euro für die Zweifach- und sieben für die Dreifach-Halle wäre das Geld, das wir jetzt sparen, in drei Jahren bereitzustellen, um Schüler zu transportieren“, gab Walter zu bedenken. 

Bürgermeister: Planung war schon vor 16 Jahren nicht nachhaltig

Die Planung sei schon vor 16 Jahren nicht nachhaltig gewesen, fand Herrschings Bürgermeister Christian Schiller. „Beim Bau einer Zweifach-Halle stehen wir in drei Jahren vor dem gleichen Problem wie heute.“ Gewarnt hat der planende Architekt Anton Sommersberger davor, nur einen Teil der bestehenden Halle abzureißen und durch einen Anbau zu erweitern. Allein die Sicherheitsauflagen könnten nicht planbare Sanierungskosten beim Bestand auslösen. Im aktuellen Haushaltsplan sind die Planungskosten für die große Lösung schon enthalten

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