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Die Wasserwachtler im Einsatz: Nach zehn Stunden war es endlich geschafft und das gesunkene Segelboot gehoben.
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Am Rieder Eck

Ammersee: Spektakuläre Bergung aus 30 Meter Tiefe

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Vier Wasserwachten aus den Landkreisen Starnberg und Landsberg haben das vor Herrsching gesunkene Segelboot gehoben.

Herrsching Nachdem sich die Wetterlage zum Wochenende hin verbessert hatte, konnten sich die Helfer der Wasserwachten aus den Landkreisen Starnberg und Landsberg an die Bergung des „Drachen“ machen, der am Mittwoch vor dem Rieder Eck in Herrsching erst gekentert und dann in 30 Meter Tiefe gesunken war. Das neun Meter lange Drei-Mann-Segelboot war während der Internationalen Deutschen Meisterschaften beim Augsburger Segelclub in Utting in Not geraten und gesunken. Die Besatzung hatte sich in Sicherheit bringen können.

Die letzte große Bergung eines Segelbootes aus dem Ammersee liegt elf Jahre zurück. In einer kostspieligen Aktion mit aufwändiger Sonarsuche hatte ein privates Bergungsunternehmen aus München damals vor Breitbrunn das Segelschiff „Pandora“ geborgen, das nochmal fünf Jahre zuvor, im Jahr 2001, bei einer 24-Stunden-Regatta gesunken war. Bei diesem Unglück gab es zwei Tote. Andreas Fischer, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht Starnberg, erinnert sich an Tote bei diesem Sturm auch im Starnberger See.

Die „Pandora“ hatte lange Zeit nicht geortet werden können. Erst dem Bergungsteam von Christian Müller aus München gelang es, das Segelschiff in 54 Meter Tiefe vor Breitbrunn auszumachen. Müller war auch am vergangenen Wochenende im Einsatz, um das 1,7 Tonnen schwere Rennboot am Rieder Eck zu orten und die Stelle zur Bergung zu markieren. Die Bergung übernahmen dann die Wasserwachten aus den Landkreisen Starnberg und Landsberg gemeinsam. Fischer war der Einsatzleiter.

Insgesamt waren am Samstag 15 Einsatzkräfte, davon sieben Rettungstaucher, zehn Stunden mit dieser Bergung beschäftigt. „Man glaubt, tief unten ist es am schwierigsten, aber der schwierigste Teil sind die letzten 30 Zentimeter“, erklärt Fischer. Denn erst wenn der Rumpf knapp über das Wasser spitzt, könne man anfangen zu pumpen. „Dann kann man nur hoffen, dass Wind und Wellen nicht zum Problem werden.“ Die Einsatzkräfte der Wasserwachten hatten Glück. „Wir haben nichts beschädigt“, versichert Fischer. Ob aber Wasser in den aus mehreren Schichten bestehen Rumpf eingedrungen ist, muss ein Gutachter feststellen. „Wenn dem so ist, ist das Rennboot Schrott“, weiß der Technische Leiter der Kreiswasserwacht. Je nach Ausführung kann ein Rennboot bis zu 30 000 Euro wert sein.

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