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Abschließende Gaudi beim Schlossgartenfest ist stets das Rennen mit den Sautrögen.
Sautrogrennen beim Schloßgartenfest
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Sautrogrennen beim Schloßgartenfest

Schlossgartenfest

Mexikanerin sticht fast alle Mannsbilder aus

Zum 43. Mal fand am Ammersee das Schlossgartenfest statt: bei strahlendem Sonnenschein, mit zahlreichen Besuchern, von Herrschingern verköstigt, mit Musik und natürlich mit Fischerstechen und Sautrogrennen.

Herrsching– Bei bis zu 14 Knoten Windgeschwindigkeit wagten sich am Samstag beim Fischerstechen 14 Teilnehmer auf die Planken schwankender Ruderboote. Dabei bewies Natalia Velasco bravouröse Standfestigkeit. Sie stieß Mannsbild um Mannsbild in die Fluten. Ein Bad nahm die 19-Jährige erst, als sie Lars Schöppe, dem Gewinner von 2016, gegenüberstand. Am Mikrofon glänzte Alexander Tropschug mit gewohntem Situationswitz. Und Ludwig Darchingers Wetterkerze sorgte am Wochenende wieder einmal für die passenden Temperaturen.

Darchinger war das Gesicht des 43. Schlossgartenfestes, das am Freitag im 27. Jahr unter Federführung von D’Herrschinger gestartet war. Bürgermeister Christian Schiller zählte beim Umzug mehr als 300 „Leit“. Unter ihnen „die Feuerweeeehr“, wie ein Hosenmatz seinem Papa ins Ohr hauchte, als die Kameraden in Blau an ihnen vorbeizogen. Den Freiwilligen direkt auf den Fersen war der TSV Herrsching mit seinen Volleyballern, dem „Geilsten Club der Welt“, und Rad schlagenden Turnerinnen. Ebenso dabei waren die Gartenfreunde Herrsching oder die Wasserwacht, die alle der Marschmusik der Blaskapelle Herrsching folgten. Beim Anblick der paradierenden Vereine und Gemeinderäte vergaß so manch einer, an seinem Eis zu schlecken – und eine Hochzeitsgesellschaft stellte ihr Programm kurzfristig zugunsten des bunten Zuges ein. Dessen Ziel war das Kurparkschlösschen, wo Schiller viermal zuschlug, bevor es hieß: „O’zapft is!“

Ein 72-Jähriger setzte sich mit einer Mass Bier an den See. Ihm gegenüber kühlte sich Reka mit einer Apfelschorle ab. Das hatte sich die 28-jährige Ungarin redlich verdient, nachdem sie aus Augsburg an den Ammersee geradelt war. Bei Herrschings Traditionsfest war sie ganz zufällig gelandet. Der Zufall hatte auch Annett und Siri hergebracht. Der Plan war eine Dampferfahrt nach Utting. Stattdessen blieben sie am Ostufer hängen. „Ist eh viel schöner“, waren sich die beiden aus Pasing einig.

Im Hintergrund spielte die Blaskapelle, bis Tropschug zum „weltberühmten Fischerstechen“ ausrief – bei mäßig optimalen Bedingungen, wie die in den Sturmböen vorbeijagenden Kiter und Surfer verkündeten. Aber einen echten Fischerstecher schreckt das nicht ab. Vor 21 Jahren stand auch Schiller mit Stirnband auf dem wankenden Brett. Den Wanderpokal gewann er damals nicht.

Um 15.30 Uhr stiegen die ersten Mutigen in die von Schorsch und Tom durch die Wellen manövrierten Plätten. Mancher Recke stürzte schon vor dem ersten Speerstoß des Gegners ab. Nicht Natalia. Die Mexikanerin beförderte nach Jonas Reich (12) sogar den 2016 zweitplatzierten Christopher Bennet vom Holz. Auch Aupair-Vater Michael Höck zwang sie in das 23 Grad warme Wasser. Jener hatte zuvor Börkis „fieser Taktik“ Stand gehalten, der „erst mal den Gegner übelst beschimpft und dann auf die Planke geht“. So zumindest interpretierte Tropschug den ausgestoßenen Fluch des Herausforderers, als der Ruderkahn von einer vom Dampfer ausgesandten Welle attackiert wurde. Immerhin stand Höck als dritter auf dem Treppchen. Natalia belegte Platz zwei, und Schöppe nahm den Wanderpokal mit nach Hause. Eine Gaudi, der am Sonntag noch das Sautrogrennen folgte. Das dominierten Flo Schell und Jonas Schmidt, gefolgt von Christopher Bennett und Alex Bussmann sowie den Drittplatzierten Michael Hök und Matthias Almus.

Von Michèle Kirner

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