Auto rast offenbar in Bushaltestellen in Marseille

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Mischlingsdame Frieda wurde von sieben nicht angeleinten Hunden bedrängt.

Das Frauchen startet jetzt einen Appell

Sieben freilaufende Hunde stürzen auf Gassigeherin zu

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Herrsching - Hunde-Alarm an der Ammer: Gleich sieben freilaufende Tiere sind auf ein Frauchen und deren Mischling zugestürmt. Jetzt ermittelt die Polizei – und die Attackierte startet einen Appell an alle Hundehalter.

Stephanie L. kann sich ein Leben ohne Hunde nur schwer vorstellen. „Ich bin auf einem Bauernhof groß geworden, wir hatten schon immer Hunde“, erzählt die 30-Jährige aus Herrsching im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Seit fünf Jahren gehört Mischling Frieda zu ihrem Leben. Kaum vorstellbar also, dass ausgerechnet Stephanie L. einmal Angst vor anderen Hundehaltern hat, dass ausgerechnet ihr eine Situation mit anderen Tieren Angst macht.

Genau das ist aber am Dienstag gegen 7.50 Uhr passiert. Stephanie L. ist mit Frieda am Ammerdamm in Fischen spazieren. „Da sind wir sehr oft“, erzählt sie. „Gerade in der Früh ist es da sehr schön.“

Als sie schon eine Weile unterwegs sind, kommen ihr zwei Männer, darunter ein 47-Jähriger aus Dießen, mit sieben nicht angeleinten Hunden entgegen. Stephanie L. nimmt Frieda an die Leine – so, wie sie es für richtig hält.

Die beiden Männer denken aber offenbar gar nicht daran, es ihr gleichzutun. „Die haben sich unterhalten, und auf einmal sind deren Hunde auf uns zu gerannt“, erzählt sie. Die Tiere – darunter zwei Labradore und zwei Terrier – hätten nach Frieda geschnappt und den Mischling bedrängt. Stephanie L. fordert die Männer auf, die Hunde an die Leine zu nehmen – ohne Erfolg.

„Ich wurde nur belächelt“, erzählt die Herrschingerin. Ein Wort gibt das andere – auf einmal baut sich der 47-Jährige nach Polizeiangaben vor Stephanie L. auf, hebt zweimal die Hand und tut so, als ob er sie schlagen wolle. Erst „einen Zentimeter vor der Nase“ habe er innegehalten, erzählt die 30-Jährige. Sein Bekannter beobachtet die Szenerie derweil unbeteiligt. „Ich hatte Angst“, sagt Stephanie L. „Weit und breit war niemand anderes.“ Sie zückt ihr Handy, ruft die Polizei an und geht mit Frieda weiter. Auch die zwei Männer entfernen sich.

Am Parkplatz an der Dießener Straße (Staatsstraße 2056) treffen sich die Kontrahenten wieder. „Gott sei Dank war da aber schon die Polizei da“, berichtet die Frau. Die Beamten nehmen alle Personalien auf – und suchen jetzt Zeugen, die von dem Vorfall etwas mitbekommen haben. „Über den genauen Ablauf liegen widersprüchliche Aussagen vor“, sagt Erster Polizeihauptkommissar Bernd Schewe von der zuständigen Polizeiinspektion Weilheim, (08 81) 64 00.

Stephanie L. nimmt den Vorfall zum Anlass, um einen Appell an alle Hundehalter zu richten. „Ich wünsche mir mehr Rücksichtnahme“, sagt sie und plädiert dafür, Hunde an die Leine zu nehmen, sobald jemand in der Nähe ist, den man nicht kennt. „Nicht jeder findet es toll, wenn ein Hund auf einen zugelaufen kommt“, sagt sie. „Und bei Hunden sollte man die erste Konfrontation vermeiden.“

Hätten sich die Tiere beschnuppert und wären Frauchen oder Herrchen einverstanden, spreche nichts dagegen, die Tiere von der Leine zu lassen. „Da kann man sich ja absprechen“, sagt sie. Leider würden sich immer mehr Hundehalter daran aber nicht mehr halten. Vielleicht bringt der Vorfall, den sie erlebt hat, den einen oder anderen jetzt zum Nachdenken – dann hätten die Minuten voller Angst letzten Endes etwas bewirkt.

Lesen Sie auch den Gastbeitrag einer Münchner Hundetrainerin zu genau diesem Thema: An die ignoranten Leute, die ihre Hunde nicht an die Leine nehmen

Video: Sitz, Platz, Pfote - Mit diesen Tricks erziehen Sie sogar einen ausgewachsenen Hund

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