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Die Silberweide an der Dillizerstraße steht genau vor den drei Garagen. In eine ist kaum noch reinzufahren.

Baumschutz

Silberweide macht sich breit

Herrsching - Sie ist ortsbildprägend - keine Frage. Aber die Silberweide ist mittlerweile krank und so groß, dass sie wenigstens eine Garagenzufahrt fast versperrt.

Stünde sie nicht versteckt an der Dillizerstraße, wäre die alte Silberweide dort ähnlich bedeutsam wie die am Seeufer, die erst kürzlich dramatisch gestutzt werden musste. Zumindest ortsbildpärgend ist sie. „Sie belebt seit Jahrzehnten das Straßenbild, mindert gefühlt den Straßenlärm, beschattet und kühlt die Straße und die anliegenden Gebäude an heißen Tagen“, schwärmte Umweltreferentin Franziska Kalz bereits vor einem Jahr und auch heute. Damals beantragte einer von drei Eigentümern die Fällung. Die anderen zwei Drittel teilen sich Gemeinde und eine Eigentümergemeinschaft. Beide stimmten damals dagegen, sind heute aber zu einem Kompromiss bereit.

Am Montag war die Silberweide nämlich erneut Thema im Bauausschuss. Denn der etwa 100 Jahre alte Baum steht nicht mehr nur im Weg – die Weide hat ihre Wurzeln im Einfahrtsbereich von zwei Garagen. Bisher war die Nutzung einigermaßen möglich. „In den vergangenen Jahren hat sich die Weide jedoch so verändert, dass in die eine Garage kaum mehr reingefahren werden kann“, so Bürgermeister Christian Schiller.

Gemeinde und Eigentümergemeinschaft teilen sich die Kosten für die Baumpflege, zuletzt im vergangenen Jahr. Damals wurde dem Baum eine Lebensdauer von mindestens zehn weiteren Jahren attestiert. Die neueste Untersuchung fällt anders aus. Die Fäule in Stammfuß und Krone hat zugenommen. Der Baum ist offensichtlich nicht mehr so vital. Genauere Erkenntnisse soll nun eine schalltechnische Untersuchung bringen, eine so genannte Tomografie.

Der Bauausschuss einigte sich mehrheitlich auf einen Kompromiss, wonach der Baum erstmal untersucht wird. Sollte diese Untersuchung zum Ergebnis haben, dass die Erhaltungsmaßnahmen innerhalb fünf Jahren mehr als 6000 Euro kosten, soll die Silberweide gefällt werden. Während sich Gemeinde und Eigentümergemeinschaft diesen Unterhalt zu zweit teilen würden, müsste die dritte Eigentümerin die Kosten im Falle einer Fällung mittragen.

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