Eine Fotovoltaikanlage unter blauem Himmel
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Strom aus der Sonne auch auf dem Dach der neuen Dreifachturnhalle.

Betreibermodell auf neuer Turnhalle

Solarstrom für die Realschule

  • vonAndrea Gräpel
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Die Mitglieder des Zweckverbandes für weiterführende Schulen im westlichen Landkreis haben sich in ihrer Versammlung am Donnerstag in Gilching für eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Turnhalle an der Realschule Herrsching entschieden. Eine Entscheidung, die nicht weiter schwerfallen sollte, da die Kosten dafür die Energiegenossenschaft Fünfseenland übernimmt. Die verwirklicht dort ein Betreibermodell, für das der Verband letztlich nur die Pacht zahlt. Darüber hinaus verspricht sie auch einen großen wirtschaftlichen Vorteil. Denn der Strom wird direkt für den Schulkomplex verbraucht, nur ein kleiner Teil wird ins Netz eingespeist.

Herrsching - Gerd Mulert, Vorstand der Genossenschaft, stellte das Projekt am Donnerstag vor. Dieses habe sich insofern als Herausforderung erwiesen, als das Dach der Turnhalle auch begrünt werden soll. „Wir haben viele Wochen nach einer Konstruktion gesucht, auf der die Module so aufgeständert werden können, dass darunter noch etwas wachsen kann“, erklärt er im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Ein weiteres Problem sei es gewesen, diese Konstruktion zu befestigen. „Es dürfen keine Löcher ins Dach gebohrt werden. Aber wie steht die Anlage dann fest, wenn es stürmt?“, fragten sich die Experten. Schließlich habe man eine Firma gefunden, die genau dies sicherstellen will, freut sich Mulert. „Das ging gut aus. Die Mehrkosten dafür sind nicht katastrophal.“ Mit entsprechender Begeisterung konnten Mulert und Martin Lehmann-Dannert den Verbandsräten berichten.

Die Anlage wird durch Bürgerkapital von der Genossenschaft finanziert. Veranschlagt sind 150 000 Euro. „Eine ordentlich große Anlage“, sagt Mulert, eine mit 100 Kilowatt Leistung in der Spitze. Das entspreche 20 Fotovoltaikanlagen auf Reihenhäusern.  

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