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Abgelaufener Moderna-Impfstoff in Herrsching verimpft: Landratsamt informiert - 551 Personen betroffen

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Impfung
In Herrsching wurden mehrere Dosen abgelaufenen Impfstoffs verimpft. © picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt

Im Herrschinger Impfzentrum des BRK wurde versehentlich Impfstoff auch nach Ablauf des vom Hersteller empfohlenen Zeitpunkts verimpft. Landratsamt gibt Entwarnung.

Landkreis - 551 Bürgerinnen und Bürger wurden in den vergangenen Tagen, vom 2. Januar bis 11. Januar, mit bereits abgelaufenen Moderna-Impfstoff geimpft. Alle Betroffenen werden derzeit vom BRK kontaktiert, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. „Die Verabreichung des Impfstoffs über die Herstellerempfehlung hinaus hätte nicht geschehen sollen, ist aber gesundheitlich unbedenklich“, erklärt der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Richard Aulehner.

Herrsching: 551 Bürger mit abgelaufenen Vakzin geimpft - keine Gefahr

Bei einer routinemäßigen internen Kontrolle stellte das Impfteam des BRK fest, dass bei 50 Fläschchen Moderna-Impfstoff aufgrund eines Übertragungsfehlers statt des 31. Dezembers 2021 versehentlich der 11. Januar 2022 als Ablaufdatum hinterlegt wurde. In der Folge wurde in insgesamt 551 Fällen versehentlich dieser Moderna-Impfstoff verabreicht. Es handelt sich ausschließlich um Impfungen an über 30-jährige Personen, darunter drei Erst-, 25 Zweit- und 523 Drittimpfungen. „Gesundheitliche Schäden werden durch den abgelaufenen Impfstoff nicht verursacht“, betont Dr. Aulehner. „Die bisherigen Erfahrungen andernorts zeigen, dass auch hinsichtlich der Wirksamkeit des so kurzzeitig über die Herstellerempfehlung eingesetzten Impfstoffs ein guter Impfschutz besteht“, so Dr. Aulehner. Das kann Dr. Bernhard Junge-Hülsing, ärztlicher Koordinator der Haus- und Fachärzte im Landkreis Starnberg, bestätigen: „Keiner der Geimpften braucht sich daher Sorgen zu machen“.

In Ebersberg wurden ebenfalls abgelaufene Biontech-Dosen verimpft. Hier war eine falsche Etikettierung schuld.

BRK informiert alle Betroffenen und bietet kostenlosen Antikörpertest an

Das Callcenter des BRK -Impfzentrums ist gerade dabei, alle Personen, bei denen im genannten Zeitraum dieser Fehler auftrat, entsprechend zu informieren und aufzuklären, so das Landratsamt. Für Fragen von Betroffenen steht außerdem eine BRK-Hotline unter Telefon (0 81 51) 26 02 26 04 zur Verfügung. Zur Überprüfung der Impfwirkung bietet das BRK den Betroffenen zusätzlich zwei bis drei Wochen nach der zweiten oder dritten Impfung beziehungsweise fünf bis sechs Wochen nach der Erstimpfung einen kostenlosen Bluttest zur Antikörperbildung an. Bei Bedarf ist selbstverständlich auch eine Nachimpfung möglich.

„Das Team des BRK-Impfzentrums und ich bedauern diesen Fehler, auch wenn dadurch kein Schaden entstanden ist, denn das verursacht sicher bei dem einen oder anderen vorübergehend Unsicherheit. Wir haben natürlich nicht nur sofort im Landratsamt Bescheid gegeben, sondern unsere Prozesse auf Schwachstellen untersucht. Und wir haben zusätzliche Sicherheitsmechanismen eingebaut, die ab sofort gelten. Das passiert uns nicht wieder, da kann jeder sicher sein. Nun hoffen wir, etwaige Unsicherheiten durch unser aktives und transparentes Vorgehen umgehend beruhigen zu können“, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Jan Lang. Die Aufsicht bei der Regierung von Oberbayern wurde umgehend informiert.

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