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Hier sollen das neue Gymnasium und der Kreisel entstehen.

Neubau Gymnasium Herrsching

Startschuss für die Planungen

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Herrsching - Der geplante Neubau des Gymnasiums in Herrsching ist und bleibt umstritten. Am Montag allerdings bekräftigte der Kreistag noch einmal den Plan, dort eine weitere Schule zu errichten.

Das Abstimmungsergebnis hatte schon etwas Absurdes. Da fordert die FDP, der Beschlussvorschlag möge um einen Passus ergänzt werden, der vorschreibt, dass die Planungen „zügig“ abgeschlossen werden sollen. Peter Unger (Grüne) geht noch weiter: „Enorm zügig“ solle es heißen. Und dann stimmt ausgerechnet die FDP, die sich seit jeher für den Schulneubau besonders stark gemacht hat, dagegen.

Warum? Den Liberalen geht das alles nicht schnell genug. Sie wollen einen Architektenwettbewerb, aus dem sich der Kreistag die gelungensten Entwürfe herauspicken kann. Die Mehrheit des Kreistags möchte allerdings die Planungen für den Neubau als Forschungsprojekt bei der „Bundesstiftung Umwelt“ platzieren, hofft auf Fördermittel. Eine Verbindung von Forschungsprojekt und Wettbewerb, wie sie der FDP vorschwebt, sei aber nicht machbar, so Landrat Karl Roth. Die Freien Wähler indes stimmten zunächst im Kreistag mit der Mehrheit und somit dafür, ein Forschungsprojekt auszuloben. Nur um wenig später in der Haushaltsdebatte zu fordern, das Projekt ganz zu beerdigen, weil der Landkreis sich weigert, eine Firma mit einer Prognose des Bedarfs an Gymnasien zu beauftragen. Den sehen aber der Freistaat Bayern und die Mehrheit der Kreisräte ohnehin als gegeben an. Schon heute gebe es im vor wenigen Jahren erweiterten Gymnasium in Gilching keine Raumkapazitäten mehr, sagte Elisabeth Fuchsenberger (SPD).

Harald Schwab (CSU) rechnete gar vor, dass es Bedarf für rund 600 Plätze zusätzlich geben würde, wenn sich die Schulen im Landkreis 2018 dafür entscheiden würden, wieder zum 13-jährigen Abitur zurückzukehren.

Schlussendlich soll nun das Forschungsprojekt angegangen und parallel dazu die Planungen für den nötigen Kreisverkehr an der Staatsstraße angegangen werden (wir berichteten). Ein wichtiger Schritt Richtung Neubau.

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