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Zwei Freunde leben für ihre Passion: Hans Geisler (l.) und Lars Mrasek wollen mit einem eigenen Konzept in Herrsching Streetfood-Festival-Geschichte schreiben.

Gastronomie

Streetfood-Festival in Herrsching

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Mit ihrer rollenden Küche reisen sie selbst jedes Wochenende von Foodfestival oder Volksfest zu Foodfestival oder Volksfest. Anfang September organisieren Hans Geisler (53) aus Herrsching und Lars Mrasek (45) aus Maisach am Ammersee ihr erstes eigenes Streetfood-Festival – mit 15 Teilnehmern.

Herrsching – Hans Geisler und Lars Mrasek sind seit Jahren befreundet, sie leben ihre Passion. Und als Herrschinger war es Geisler ein Bedürfnis, dieser Passion auch in seiner Heimatgemeinde Platz zu schaffen – mit einem Streetfood-Festival. Aber nicht einfach so, ihre Veranstaltung soll sich deutlich von anderen Markttreiben abheben. Das, was Geisler und Mrasek am letzten Ferienwochenende vom 7. bis 9. September rund um den und auf dem alten Sportplatz auf die Beine stellen, heißt nicht zuletzt deshalb und weil sie mit Leidenschaft dabei sind „L.Y.P. – Live Your Passion – Streetfood am See“.

Geisler ist in Andechs groß geworden und in Herrsching verwurzelt. Viele Jahre hat er sich das Veranstaltungstreiben mit angeschaut, zum Teil mitorganisiert. Er kennt die Schwächen, die zusätzlicher Verkehr, Lärm und dergleichen für die Seegemeinde mit sich bringen können. Schon lange hat er sich damit auseinandergesetzt und frühzeitig, nachdem die Gemeinde die Veranstaltung genehmigt hatte, hat er sich im Rathaus mit der für dergleichen zuständigen Mitarbeiterin Sandra Marsch in Verbindung gesetzt. „Ich habe einen prall gefüllten Ordner allein dafür“, sagt er.

Geisler und Mrasek ist ein Wohlfühlfaktor für alle wichtig – für Gäste wie Anwohner. Und es soll ein Fest von Herrschingern (zumindest einem), mit Herrschingern und natürlich für Herrschinger werden. „Damit wächst die lokale Verantwortung“, sagt Geisler. Das ist ihm wichtig. Inklusive Security, Ordner und dergleichen mehr sind an dem Wochenende 30 Leute am Start. Unterstützt werden die beiden hierbei im technischen Bereich von Sebastian Auhuber aus Herrsching und dessen Firma für Event-Technik.

Um eine Schleusenwirkung wie auf anderen Märkten zu vermeiden, werden die angemeldeten 15 Foodtrucks auf etwa 100 Meter Länge vor dem Sportplatz und am Ufer entlang verteilt. „Alles gibt es nur einmal“, versprechen die Veranstalter – ob Burger, thailändisches Essen, Crêpes oder andere Schmankerl.  Es gibt einen Picknick-Bereich und einen für Liegestühle, es gibt einen Sportbereich, zwei Bars, eine Spielfläche und einen Bühnenbereich vor allem mit Musikprogramm, inklusive DJ Cheffe alias Lars Mrasek. „Also performen wir auch“, betonen die beiden stolz.

Auch wenn „im Durchlauf“ für das Festival in Herrsching mit 950 Menschen gerechnet wird, „soll es gemütlich sein“, versprechen die Macher. Erfahrung durften sie in diesem Jahr schon sammeln, als sie mit einer Almhütte für einen abgesprungenen Festwirt beim Volksfest in Unterschleißheim einsprangen. „Das war mega“ – und gleich so gut, dass sich mit ihnen bereits Nachahmer fürs nächste Jahr beworben hätten. „Wir haben viel Luft nach oben“ – darum glauben die beiden fest daran, dass sie für 2019 wieder den Zuschlag erhalten.

Für die Zeit des Festivals am und auf dem Sportplatz in Herrsching wird es zwei Ausweichplätze geben, die über ein Parkleitsystem separat ausgewiesen werden sollen. Zunächst auf Parkflächen im Gewerbegebiet, und als weitere Möglichkeit stellt das Haus der bayerischen Landwirtschaft seinen Parkplatz an der Rieder Straße zur Verfügung, freut sich Geisler. Madeleine-Ruoff-  und Rudolf-Hanauer-Straße bleiben als Feuerwehrzufahrt frei, ebenso die Birkenallee.

Erstaunt war er darüber, dass die Veranstaltung den ganzen Sportplatz einnehmen dürfte. Denn erst im März wurden zwei Drittel der Spielfläche zur offiziellen „Rendezvous-Stelle“ erklärt (wir berichteten), zu einem offiziellen Hubschrauberlandeplatz für Notfälle. „Als wir das mit denen absprechen wollten, sind die von alleine gekommen und sagten, dass sie in der Zeit ins Mühlfeld ausweichen“, erzählt Geisler. Er gesteht aber ehrlich, „wir sind nicht traurig darüber“, und freut sich auf ein Festival, „das es so noch nie in Herrsching gab“.

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