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Noch ein Jahr: Ende April 2018 läuft der Mietvertrag für das Kino aus. Auch das Café Blabla muss sich dann eine neue Bleibe suchen.

Kino Herrsching

Die Tage des Breitwand sind gezählt

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Die letzten Tage sind gezählt, nicht nur für das Kino Breitwand in Herrsching, sondern auch für die Agenda-Kinoreihe.

Herrsching Die letzten Tage sind gezählt, nicht nur für das Kino Breitwand in Herrsching, sondern auch für die Agenda-Kinoreihe, die Dr. Martin Hirte seit Beginn mit Herzblut einmal im Monat im Breitwand organisiert. Im Mai kommenden Jahres läuft der Mietvertrag für das Gebäude an der Luitpoldstraße aus.

„Das ist seit fünf Jahren bekannt“, sagt Kinobetreiber Matthias Helwig. Am Vermieter liege es nicht. Traurig stimme ihn, dass es in Herrsching keine Alternative gibt. „In Gauting gab es eine Bürgermeisterin, die wollte ein Kino“, sagt Helwig. Ende vergangenen Sommers feierte der Filmbegeisterte dort Eröffnung. In Herrsching habe er dieses Gefühl nicht gehabt. „Jetzt ist der Zug abgefahren“, sagt er. Obwohl Helwig offen bleibe für jede Idee, „denn natürlich ist Herrsching nach 18 Jahren ein lieb gewordener Ort geworden“. Und die Technik bleibe ja auch übrig, auch wenn er gesteht, dass es mit Kinos in Weilheim, Dießen, Stegen, Gilching und nicht zuletzt seinem eigenen Breitwand in Seefeld viel Konkurrenz gebe.

Mit viel Herz hatte auch Hirte angefangen. Immer an einem Dienstag im Monat lädt er zu „einer Art Erwachsenenbildung“ an die Luitpoldstraße. Sehr häufig sind es Dokumentationen oder Spielfilme zu umweltpolitischen Themen, aber auch Weltpolitik und gesellschaftliche Fehlentwicklungen werden thematisiert, und hinterher wird zu einem Filmgespräch mit einem Experten eingeladen. Im Durchschnitt werden die Filme von 50 bis 60 Menschen besucht. Natürlich könnte man in einen Saal ausweichen. „Das ist dann aber nicht mehr Kino“, findet der Herrschinger. Außerdem müsste auf- und abgebaut werden, „das ist für uns nicht leistbar“. Die Kinoschließung sei ein großer Verlust, „das ist anders, als wenn ein Metzger schließt“.

Hirtes Hoffnung ruhte auf dem alten Postgebäude an der Bahnhofstraße. Dies, so Bürgermeister Christian Schiller, sei aber langfristig weiter an die Post vermietet. Das sei auch im Gemeinderat diskutiert worden. „Diese Einnahme will die Gemeinde nicht kündigen.“ Sowohl die alte Post als auch das Gebäude nebenan, in dem die Herrschinger Insel untergebacht ist, sollen irgendwann gemeinsam entwickelt werden. „Dazu wird es noch einen Ideenwettbewerb geben“, so Schiller. Priorität hat zurzeit aber die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes und dies dauere noch wenigstens zwei Jahre. Ein Kino sei wichtig, findet auch Schiller, „aber ich sehe kein Land. Wir können keinen Ort aus dem Hut zaubern“.

Agenda-Kino

„Batushas Haus“, ein Schloss aus Stahl und Beton im Kosovo, das mittlerweile 300 Menschen beherbergt, ist am Dienstag, 13. Juni, 19.30 Uhr, zu sehen. Zum Filmgespräch kommt Bujar Nrecaj, Architekt aus der Schweiz.

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