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Auch in der Fischergasse soll bald Tempo 30 gelten – dafür wurden zuletzt 125 Unterschriften gesammelt. 

Verkehrskonzept Herrsching

Tempo 30 mit allem drum und dran

Um die geplanten Tempo-30-Zonen einführen zu können, muss Herrsching bauliche Maßnahmen umsetzen. Die nächsten Zonen soll es erst Ende 2018 geben.

Herrsching – Ohne bauliche Maßnahmen gibt es keine Tempo-30-Zone. Das wurde in der Sitzung des Herrschinger Gemeinderats am Montag deutlich. Die Ratsrunde bestätigte mit nur einer Gegenstimme aus der CSU-Fraktion die Geschwindigkeitsbegrenzung mit allem, was dazu gehört. Erklärtes Ziel des Herrschinger Verkehrskonzepts ist, dass nur noch auf der Staatsstraße Tempo 50 gefahren wird. Alle anderen Bereiche sollen in 30er Zonen umgewandelt werden (wir berichteten).

Dazu braucht es bauliche Maßnahmen mit allem, was dazu gehört – das sind Schilder, Pflanztröge, Parkplätze oder andere Hindernisse, die den Straßennutzern deutlich machen, dass sie sich in einer verkehrsberuhigten Zone befinden. Diese Zusammenhänge sollen in einer Arbeitskreissitzung „Gesamtverkehrskonzept“ mit Gemeinderäten, der Polizei, dem Straßenbauamt und der Verwaltung noch einmal dargelegt werden. Damit sollten Unstimmigkeiten wie im Falle der Verkehrshürden in der Seestraße und Summerstraße entgegengewirkt werden. Zudem soll der neue Verkehrsexperte der Polizei Herrsching – Reinhold Domes tritt ab Herbst den Ruhestand an – inhaltlich auf den Stand der Dinge gebracht werden.

Danach sollen bei einer Bürgerversammlung die Maßnahmen für See- und Summerstraße thematisiert werden. Dort sollen die 30er-Zonen schnellstmöglich umgesetzt werden, ebenso in der Fischergasse und Kienbachstraße. Ausschlaggebend für die beschleunigte Umsetzung ist die Unterschriftenliste von 125 Herrschingern. Idealerweise sollen zudem Fahrbahnhöcker oder anderen geeigneten Maßnahmen zur Verkehrsentschleunigung umgesetzt werden, hieß es in der Sitzung. Eine Möglichkeit seien Pflanzkübel. Beim Durchsehen der Unterschriftsliste wunderte sich Bürgermeister Christian Schiller: „Unterschrieben haben auch Gegner der Pflanzkübel in der See- und Summerstraße.“

Grund für den Vorstoß der Bürger sei die Sorge, dass das Verkehrskonzept doch nicht kommt. Hannelore Doch (CSU) schlug in dem Bereich versetztes Parken zur Verkehrsberuhigung vor. Fraktionskollege Wilhelm Welte sah genau in den geparkten Fahrzeugen das Problem. Autofahrer würden auf den Gehsteig ausweichen, weil sie den Gegenverkehr nicht sehen. Und einen Seitenhieb an die Anwohner gab er gleich noch mit: „Die Eigentümer haben die Verpflichtung, ihre Autos auf dem Grundstück unterzubringen.“ Viele von ihnen stellten ihr Fahrzeug auf der Straße ab, sagte Welte.

Christina Reich (CSU) wies darauf hin, dass auch die Anwohner vom Neuhauser Weg nach einer 30er-Zone riefen. „Ich würde gleich das ganze Konzept umsetzen“, sagte Claus Pittrich (CSU). Vor Oktober oder November sei allerdings kein Sitzungstermin möglich, erklärte Schiller. Die nächsten Zonen werden demnach frühestens Ende des Jahres eingeführt.

Michèle Kirner

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