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Die Stimmung ist super, die Leistung auch , nur die Nikolaushalle in Herrsching ist viel zu klein für einen Bundesligaclub. Doch nun soll sich eine Lösung abzeichnen.

TSV Herrsching

Kommt die geilste Turnhalle der Welt?

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  • Sebastian Tauchnitz
    Sebastian Tauchnitz
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Herrsching - Der TSV Herrsching schürt neue Hoffnungen, vielleicht doch noch eine geeignete Halle für seine Bundesliga-Volleyballer zu bekommen.

Der sportliche Erfolg bleibt unbenommen, doch die Hünen der Volleyballabteilung beim TSV Herrsching könnten diesen Erfolg erst mit einer regelkonformen Halle richtig genießen. Ein kostspieliges Unterfangen, auf das sich die Kommunen nicht einlassen wollten und durften, als es um den Neubau einer Dreifachturnhalle für die Realschule Herrsching ging. Und beim Neubau des Gymnasiums gibt es zu wenig Platz für Stellplätze. Ein Dilemma, für das die Strippenzieher im Hintergrund noch immer eine Lösung wüssten. Aber ohne die Gemeinde Herrsching geht es nicht. Im Januar wollen die drei Macher, Geschäftsführer Fritz Frömming, Marketing-Manager André Bugl und Trainer Max Hauser, das Konzept für eine eigene Halle dem Ratsgremium präsentieren.

„Wir haben drei Alternativen“, sagt Frömming auf Nachfrage des Starnberger Merkur. Entweder der „Geilste Club der Welt“ (GCDW) bleibt als Erstligist in Herrsching, oder er wandert nach München ab, oder er riskiert den Lizenzentzug für die erste Liga und spielt wieder in der zweiten in Herrsching. „Das wäre die schlechteste Lösung“, sagt Frömming.

Aber das Heimrecht abtreten zu müssen, wie im November beim Pokalhalbfinale gegen Berlin, wollen die Volleyballer auch nicht mehr riskieren. Eine Lösung muss also her. Das Sonderspielrecht in der viel zu kleinen Herrschinger Nikolaushalle, die nur 1000 Zuschauer fasst, läuft nach dieser Saison aus. Es war bereits einmal verlängert worden, worauf hin sich die Volleyballer einen teuren neuen abnehmbaren Hallenbelag zulegten.

Der TSV Herrsching braucht für seine Bundesliga-Spiele eine mindestens neun Meter hohe Halle und 2500 Zuschauerplätze. Das Konzept, das Frömming präsentieren will, sieht den Bau einer Event-Halle auf einem eigenen Grundstück vor, unabhängig von jedem Schulbetrieb. Mehr verrät Frömming nicht, „im Vorfeld alles zu erzählen, wäre Gift“. „Wir wollen die Gemeinde und die Politik aber mit ins Boot holen“, sagt er.

Im Juni waren die Volleyballer mit Plänen für eine „multifunktionale Veranstaltungsarena“ beim Zweckverband weiterführender Schulen durchgefallen. Schon damals sagte Frömming: „Es gibt einen Plan B, sogar einen Plan C.“ Das Konzept für die Halle sei ähnlich und doch neu. Den Ausbau der Realschule hätten die Manager über einen Refinanzierungsplan durch Vermietungen wuppen wollen. Einen Neubau nun wohl auch, aber wo?

Eines ist aber klar: Der Landkreis zahlt nur, was für den Schulsport nötig ist. Also eine Zweifeldhalle ohne allen Schnickschnack. Das stellte Landrat Karl Roth jetzt noch einmal im Gespräch mit unserer Zeitung klar.

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