Soul-Legende Aretha Franklin ist tot

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So kann’s weitergehen für den TSV Herrsching: Die Volleyballer vom Ammersee gewannen ihr erstes Heimspiel gegen Tabellenführer Lüneburg. Michal Sládecek (4.v.l.) wurde zum wertvollsten Spieler seines Teams gewählt. 

Volleyball

TSV Herrsching stürzt den Tabellenführer

Die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching sind in der Saison 2017/2018 angekommen. Der GCDW zwang am Samstag den als Tabellenführer angereisten SVG Lüneburg mit 3:1 (23:25, 25:23, 25:22, 25:23) in die Knie.

HerrschingMax Hauser genoss den Erfolg gegen die Nordlichter: „Das hat heute mega Spaß gemacht“, sagte Herrschings Trainer nach dem 3:1-Heimsieg gegen Lüneburg. Wie vergangene Woche in Berlin hätte das Spiel aber auch anders ausgehen können. Einziger Wermutstropfen: Außenangreifer Slawomir Zemlik schied frühzeitig mit einer Knieverletzung aus. Hausers erster Verdacht (Kreuzbandriss) bestätigte sich zum Glück nicht. PR-Manager André Bugl konnte am Sonntag noch keine genaue Diagnose vermelden. Nur so viel: „So schlimm, wie zunächst befürchtet, ist es wohl nicht.“ Am Montag muss der Pole zur MRT-Untersuchung.

Der erstmals anwesende Klaus-Peter Jung gab sich vor dem Match natürlich unparteiisch („Möge der bessere gewinnen.“). Nach hochemotionalen 109 Minuten sagte der VBL-Geschäftsführer: „Der Bessere hat gewonnen.“ Begeistert war der Verbandsfunktionär auch von der Stimmung. Die 1000 Zuschauer verwandelten die Nikolaushalle wieder einmal in einen Hexenkessel. Die Gier nach hochklassigem Volleyball nach gut einem halben Jahr Enthaltsamkeit war einfach riesig bei den Fans. „Unser Anspruch ist, immer besser als das zu sein, was gerade im Fernsehen läuft. Das ist uns gelungen“, meinte Hauser.

Stefan Hübner, Lüneburgs Coach, erkannte die Niederlage ohne Wenn und Aber an. Dass die Lüneburger die Heimreise ohne Zählbares antreten mussten, begründete er damit, dass „wir in der entscheidenden Phase ab 16 Punkten das Spiel nicht so gut gemanaged haben wie die Herrschinger.“

Im ersten Satz konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Erst nach Zemliks Verletzung (13:14) hatte die Hauser-Crew kurzzeitig mit der Konzentration zu kämpfen, was die „LüneHünen“ ausnutzten und bis auf 16:21 davonzogen. Herrsching kämpfte sich zwar noch mal ran, doch der Satz ging schließlich an Lüneburg.

Mit zwei krachenden Schmetterbällen läutete Diagonalangreifer Christoph Marks die Aufholjagd im zweiten Durchgang ein. Schnell zog der selbst ernannte Geilste Club der Welt davon (8:4, 12:7, 17:12). Doch dann leistete sich das Hauserteam eine kleine Schwächephase. Die Hansestädter glichen aus und gingen sogar mit 18:19 in Führung. Diesmal hatten die Hausherren aber das bessere Ende für sich. Der für Zemlik eingewechselte Tim Peter (Hauser: „Eine sehr beeindruckende Vorstellung. Er hat das cool gemacht.“) besorgte nach dem wohl längsten und spektakulärsten Ballwechsel den Satzball, den letztlich Tom Strohbach mit einem Blockpunkt eintütete.

Auch im dritten Satz lagen die Herrschinger immer vorne. Als Zuspieler Michal Sládecek, der nach der Partie zum wertvollsten Spieler des Abends gekürt wurde, den Ball zum 24:21 im gegnerischen Feld ablegte, war die Halle am Überkochen. Tom Strohbach packte den Hammer aus und vollendete zum Satzgewinn.

Im vierten Durchgang bescherte Andre Brown, der in seiner Spielweise und in seiner Aura stark an seinen Vorgänger Roy Friedrich erinnert, mit seinem zehnten Punkt des Abends den Herrschingern den ersten Matchball. Dem aus Solingen gekommenen Christoph Marks, mit 23 Zählern bester Scorer, war es vorbehalten, die ersten drei Punkte festzuzurren. Der 20-Jährige war restlos begeistert von der Stimmung der Nikolaushalle. „Am Anfang hatte mich das zwar etwas gehemmt, doch dann lief’s ganz gut.“

Dirk Schiffner

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