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Aus der Mannschaft kaum wegzudenken war in den vergangene n Jahren Julius Höfer. Nun verlässt er Herrsching und geht nach Grafing. 

Volleyball

TSV Herrsching verliert auch Julius Höfer

Julius Höfer verlässt den Volleyball-Bundesligisten TSV Herrsching. Der 25-jährige Diagonalangreifer wechselt in die 2. Bundesliga zum TSV Grafing.

HerrschingBeim TSV Herrsching dreht sich das Personalkarussell weiter. Julius Höfer, der eigentlich schon vergangene Saison kürzer treten wollte und dann auf Grund der schweren Knieverletzung von Diagonalangreifer Matt Tarantino ungewollt zum Stammspieler auf der Diagonalen wurde, wechselt vom Bundesligisten zum Zweitligisten TSV Grafing. Sein Maschinenbau-Studium soll nun wieder in den Vordergrund rücken. Dies sei, so Höfer, in Grafing einfacher zu vereinbaren.

Gram ist ihm in Herrsching keiner. „Julius war immer eine feste Größe, ein Hundertprozentiger“, sagt Trainer Max Hauser. „Er hat die letzten Jahre hier mit geprägt. Natürlich lässt man so jemanden nur schweren Herzens gehen. Aber wenn jemand so viel für den Verein geleistet hat, muss man auch respektieren, wenn er die Entscheidung trifft, kürzer zu treten.“

Auch der Herrschinger PR-Manager André Bugl adelt den 2,02-Meter-Mann: „Wir bedanken uns für fünf tolle Jahre. Julius war ein entscheidender Bestandteil des Aufstiegsteams und dieser Geschichte. In der ewigen Herrschinger Hall-of-Fame hat er seinen Platz sicher.“

Vor fünf Jahren kam der ehemalige Junioren-Nationalspieler Höfer zum selbst ernannten Geilsten Club der Welt. „Herrsching hat mir den Spaß am Volleyball zurückgegeben. Ohne den GCDW hätte ich wahrscheinlich sonst komplett mit dem Volleyball aufgehört“, blickt Höfer auf seine erfolgreiche Zeit am Ammersee zurück. Beim damals frischgebackenen Drittligisten Herrsching hatte Höfer entscheidenden Anteil am direkten Durchmarsch in die Erste Liga.

Die Entscheidung, den TSV zu verlassen, fiel Höfer nicht leicht. „Wir haben hier viel zusammen erlebt, es sind schon beinahe familiäre Beziehungen entstanden, die mit Sicherheit auch bestehen bleiben werden. Daher war es nicht leicht, zu gehen.“ Aber der 25-Jährige verspricht, so es seine Zeit zulässt, auf der Tribüne in der GCDW-Arena zu sitzen. „Dann kann ich endlich auch mal schon während dem Spiel ein Bier mit den Fans trinken.“

Nach Patrick Steuerwald, der zum Erstliga-Topteam United Volleys RheinMain nach Frankurt wechselt, und Roy Friedrich (Ziel noch unbekannt) ist Höfer bereits der dritte Stammspieler, der den TSV Herrsching verlässt. Aber mit Tom Strohbach und Ferdinand Tille haben die beiden anderen Säulen der vergangenen Saison für die kommende Spielzeit unterschrieben. Mit Michal Sladecek (Zuspiel) und Andre Brown (Mittelblock) wurden bereits zwei Nachfolger verpflichtet (wir berichteten).

Dirk Schiffner

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