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Armin Herle (vo.r.) hört nach der Saison als Trainer der Herrschinger Handballer auf. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.

Handball

TSV Herrsching verpflichtet Wunschkandidat Neumaier

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Die Handballer des TSV Herrsching haben für die kommende Saison einen neuen Trainer für die Landesliga-Herrenmannschaft gefunden. Den scheidenden Coach Armin Herle wird Wunschkandidat Kurt Neumaier ersetzen.

HerrschingEine Bitte hatte Kurt Neumaier dann doch. Bis zum Aufeinandertreffen seiner Handballmannschaft mit dem TSV Herrsching wollte der Trainer des TuS Fürstenfeldbruck II die ganze Angelegenheit in Stillschweigen behandelt wissen. Es waren erst ein paar Stunden nach dem souveränen 36:27-Erfolg der Brucker über den TSV vergangenen, als Uli Sigl mit der frohen Kunde herausrückte. Mit Neumaier konnte er seinen Wunschkandidaten verpflichten. Der 56-Jährige folgt Armin Herle nach, der wie angekündigt im Sommer sein Engagement am Ammersee beendet. „Wir haben genau den Trainer, den wir haben wollten“, sagt der Abteilungsleiter.

Kurt Neumaier hatte bereits die A-Jugend des TSV Herrsching trainiert. TuS FFB

Es hat nicht so viel Überzeugungskraft gebraucht, um die beiden Parteien zusammenzuführen. Bis vor einem Jahr hatte Neumaier die A-Jugend des TSV betreut und mit dafür gesorgt, dass dank außergewöhnlicher Talente wie Elias Engelhard, Gian-Luca Postoy oder Felix Herold die Zukunft der ersten Mannschaft gesichert ist. Schon damals wollte Sigl den Coach für das Landesliga-Team verpflichten. „Es war die logische Folge, ihn damit zu betrauen“, so der Abteilungsleiter. Neumaier zog es jedoch vor, aus privaten Gründen nach Fürstenfeldbruck zu gehen, wo er als Trainer der zweiten Mannschaft nicht so stark in die Verantwortung eingebunden ist. Beide Parteien hielten weiterhin Kontakt zueinander, der sich im Dezember wieder intensivierte.

Während Neumaier sich in Fürstenfeldbruck daran macht, den Aufsteiger an die Bayernliga heranzuführen, erlebt der Handball in Herrsching eine Krise. Der anvisierte Umbruch verläuft nicht so reibungslos, wie es alle erhofft hatten. Noch sind die jungen Talente aus dem Nachwuchsbereich nicht so weit, um sich in der Landesliga zu behaupten. „Es wird Neumaiers Aufgabe sein, dass er den Generationenwechsel final vollzieht“, sagt Sigl. Er erwartet , dass der Coach das Werk vollendet, das Herle begonnen hat. Für den aktuellen Trainer existiert kein besserer Nachfolger. „Er ist kein Selbstdarsteller, ein ehrlicher und gerader Arbeiter“, schätzt Herle den Weggefährten aus alten Spielertagen. In der dritten Liga haben die beiden für den TSV München Ost das Trikot getragen.

Nun liegt es an Herle, die Übergabe an seinen „alten Freund“ möglichst korrekt hinzubekommen. Neumaiers Verpflichtung macht nur Sinn, wenn es dem Coach gelingt, mit seiner Mannschaft die Liga zu halten. Im Falle eines Abstiegs müsste der Verein schon einige Überzeugungsarbeit bei den jungen Talenten leisten, um sie für ein weiteres Jahr an den Verein zu binden. Welches Potenzial in ihnen steckt, weiß keiner besser als Neumaier selbst. Er hat sie damals ausgebildet.

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