Sie kennt die schönsten Bäume, wie diese Buche am Ammersee-Ufer: Angela Mazur-Schaar.
+
Sie kennt die schönsten Bäume, wie diese Buche am Ammersee-Ufer: Angela Mazur-Schaar.

Bezug zur Natur

Unterwegs mit der Geomantin

  • vonAndrea Gräpel
    schließen

Während der Pandemie haben viele Menschen zurück zur heimatlichen Natur gefunden und vielleicht erst jetzt wahrgenommen, wie privilegiert sie leben mit dem Fünfseenland direkt vor der Haustür. Angela Mazur-Schaar befasst sich schon seit mehr als zwei Jahrzehnten mit der Wahrnehmung der Natur und begegnet ihr auf eine Weise, die man Geomantie nennt.

Breitbrunn - Es ist das Gespür für Energie und Kraftorte. Seit 2012 lebt Angela Mazur-Schaar mit ihrer Familie in Breitbrunn, seit 2014 gibt die heute 66-Jährige ihr Wissen in Seminaren und auf ausgedehnten Wanderungen weiter.

Die gebürtige Münchnerin war von Beruf medizinische Fachangestellte, ist seit 2007 ambulante Hospizbegleiterin. Heute genießt sie ihren Ruhestand – abgesehen von ihrem Angebot als Geomantin. Schon seit dem Jahr 2000 beschäftigt sich Angela Mazur-Schaar mit Geomantie. Auf dem Weg zur Geomantin ließ sie sich zur Wünschelrutengängerin ausbilden und machte eine Fachausbildung zum sogenannten Space Clearing, eine Form der energetischen Raumreinigung, ließ sich im Steinsetzen ausbilden sowie in Raumpsychologie und Körperenergetik. Fertigkeiten, die es erleichtern, Natur zu erspüren und aus ihr zu lesen. In der ursprünglichen Definition ist Geomantie eine Form des Hellsehens aus Markierungen und Mustern in der Erde oder in Sand, Steinen und im Boden. Angela Mazur-Schaar beschreibt es auf ihrem Internetportal Geomantie-Ammersee so: Geomantie ist das Wahrnehmen und Erkennen der verborgenen Kräfte der Erde, verbunden mit der Kunstfertigkeit, dies in Sprache zu übersetzen.

„Das Besondere ist, dass die Leute plötzlich die Phänomene erkennen. Ich sag immer, mit offenen Herzen gehen“, sagt die Geomantin über die Teilnehmer ihrer Wanderungen. Mit einer gewissen Sensibilisierung sei die Energie, die Frequenz erkennbar – auch an Bäumen. „Das ist kein Hokuspokus, das ist eine eigene Wissenschaft“, versichert sie, überzeugt von der ebenso entschleunigenden wie heilenden Wirkung.

Für die Breitbrunnerin ist Geomantie und das Wissen darüber weiterzugeben, eine Herzensangelegenheit ohne Profitgedanken geworden. „Ich gehe auch mit nur drei Leuten wandern. Ich will einfach möglichst viele Menschen sensibilisieren.“ Mit ihrer kleinen Breitbrunner Firma bietet Angela Mazur-Schaar vor allem Wanderungen und auch Seminare an. Nach langer Pandemie-Pause, hatte sie vergangenes Wochenende das erste Mal wieder zu einer Wanderung auf dem Münchner Jakobsweg von Starnberg nach Andechs geladen. Fasziniert von der Energie der Bäume gibt es bei ihr auch Waldbaden im Angebot. Ein zunehmender Trend, der sie selbst begeistert.

Wer mit der Breitbrunnerin wandern geht, muss allerdings Zeit mitnehmen. Zwischen dreieinhalb und neun Stunden dauern diese Einheiten. Die längste sei die Würmtalwanderung – auf den Spuren der Kelten. „Wir wandern nicht die ganze Zeit. Wir machen viele Pausen an Kraftorten wie alten Brunnen oder Kapellen, machen Wahrnehmungsübungen.“ Für die Strecke von Starnberg nach Andechs zum Beispiel müsse man etwa sieben Stunden einplanen. Darüber hinaus bietet Angela Mazur-Schaar auch Seminare in ihrem Haus in Breitbrunn an – die nächsten Termine sind im Dezember zu den Themen Raunächte oder Magische Mitte. Im Juli bietet sie eine kurze Wanderung zwischen Breitbrunn und Herrsching an.

Weitere Informationen über Geomantie und das vollständige Programm von Angela Mazur-Schaar sind im Internet auf geomantie-ammersee.de nachzulesen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare