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Neuhauser Weg

Ein holpriger Weg

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Verkehrsberuhigung ist nicht einfach, das müssen die Anlieger am Neuhauser Weg in Herrsching nun am eigenen Leib erfahren.

Herrsching – 29 Kinder unter 15 Jahre leben am Neuhauser Weg in Herrsching – eine Anliegerstraße ohne Bürgersteig und bei einer Breite von zirka drei Metern kaum breit genug für Gegenverkehr. Terrassen und Hauseingänge liegen teilweise unmittelbar an der Straße. Dem Bau- und Verkehrsausschuss der Gemeinde lag am Montag ein Antrag vor, den gesamten Straßenzug als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen – unterzeichnet von 45 Anliegern. Die Polizeiinspektion Herrsching lehnt dies ab, und der Bauausschuss folgte dieser Empfehlung gegen drei Stimmen – zunächst.

Die Verwaltung hatte pflichtgemäß eine Stellungnahme der Polizei angefordert, bevor das Thema behandelt wurde. „Und dieser Empfehlung müssen wir folgen“, ermahnte Bürgermeister Christian Schiller die Ratskollegen. Obwohl „es von meiner Seite absolut nachvollziehbar ist“, fügte er hinzu. Aber die einzige Möglichkeit, die sich böte, sei, einen Verkehrsplaner zu beauftragen. Denn der Verkehrsexperte in der Herrschinger Polizeiinspektion, Reinhold Domes, würde einer so genannten Spielstraße zustimmen, wenn entsprechende bauliche und gestalterische Maßnahmen vorgenommen würden.

Da bleibe nur ein Verkehrsplaner, so Schiller. Die Kosten, die dabei anfielen, müssten jedoch umgelegt werden. „Und es wird sich dabei schnell herausstellen, dass der Weg noch nicht erstmalig hergestellt ist“, räumte Bauamtsleiter Guido Finster ein. Dies wiederum würde einen Straßenausbau nach sich ziehen, dessen Kosten in diesem Fall zu 90 Prozent die Anlieger zu tragen hätten. „Ob die Anlieger dann noch eine Verkehrsberuhigung wollen, weiß ich nicht“, so Schiller, der den schlimmsten Fall ausmalte.

Michael Bischetsrieder (CSU), der vertretungsweise am Montag dem Ausschuss beiwohnte und selbst an der Straße wohnt und unterschrieben hat, meinte, es sei vielleicht in kleinem Rahmen trotzdem möglich. „Es muss ja keine Spielstraße sein“, vielleicht erfüllten Pflanzkübel den Zweck. Aber dies zu ermitteln, dafür braucht es einen Verkehrsplaner und müsse zudem mit der Polizeiinspektion in Herrsching abgesprochen werden, so Schiller.

Der Bürgermeister machte am Ende der Diskussion einen Vorschlag zur Güte. Zwar müsse der Antrag nach der negativen Stellungnahme der Polizei erst einmal abgelehnt werden, dafür werde die Verwaltung aber Angebote einholen, um einen Verkehrsplaner mit der Problematik zu beauftragen. Der erste Teil dieses zweigeteilten Beschlusses wurde gegen drei Stimmen beschlossen, der zweite Teil wurde einstimmig angenommen. „Und dann sehen wir weiter“, meinte Schiller.

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