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Gefüllte Zuhörerreihen im Herrschinger Sitzungssaal, denn es ging um zwei wichtige Themen: Außer PCB eben auch die Verkehrsberuhigung See- und Summerstraße. 

Verkehrskonzept

Ordnung auf See- und Summerstraße

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Dr. Ralf Kaulen legt nach Rechenfehler modifizierte Planung für weitere verkehrliche Maßnahmen in Herrsching vor.

HerrschingDr. Ralf Kaulen hielt sein Versprechen: Am Mittwoch ging er mit dem Gemeinderat Herrsching noch einmal jeden einzelnen Parkplatz an See- und Summerstraße durch. Der Verkehrsplaner hatte seine modifizierte Planung dabei, der nicht nur eine weitere dreistündige Sitzung des Arbeitskreises Verkehr zu diesem Thema, sondern auch zahlreiche Gespräche mit Anwohnern und Gewerbetreibenden vorangegangen waren. Diese hatten im Januar aufgeschrien, als das Büro Kaulen seinen ersten Maßnahmenvorschlag zum Verkehrskonzept auf See- und Summerstraße vorgelegt hatte (wir berichteten). Dieser Planung nach wären wenigstens 30 Parkplätze weggefallen.

Wie sich herausstellte, gab es einen Berechnungsfehler, dafür hatte sich das Büro Kaulen bereits entschuldigt. Und diesmal kam Kaulen auch wieder persönlich nach Herrsching, um eine Lösung zu finden. Festhalten wollte er an den so genannten Baumtoren, jeweils an den Zufahrtsbereichen der Straßen. Und an den übrigen Pflanzkübeln. Allerdings sind es nicht mehr so viele wie in der ersten Planung. Zur Erinnerung: An der Summerstraße sollten 18 Pflanzkübel aufgestellt werden, die allein bis zu 50 000 Euro gekostet hätten. Nun liegen Maßnahmenvorschläge inklusive Pflanzkübel, Markierung, Demarkierung und Beschilderung vor, die für die Seestraße mit 40 000 bis 63 000 Euro beziffert werden, für die Summerstraße mit 36 000 bis 60 000 Euro.

Kaulen hatte beide Straßen in drei Bereiche unterteilt. Sein Augenmerk lag darauf, Ordnung zu schaffen und klare Achsen. Momentan sind die Parkflächen vor allem an der Seestraße links und rechts versetzt angeordnet, nicht deutlich unterteilt und deshalb häufig mit einem Wagen dort besetzt, wo zwei parken könnten, merkte Bürgermeister Christian Schiller eingangs der Sondersitzung an.

Kaulen hat die Parkplätze auf eine Seite verschoben. Er will „allen vier Kindern, die ein Planer hat“ – Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und ruhender Verkehr – genügend Raum geben. Die Parkplätze, die es aktuell vor der Konditorei Kohl und dem Energiewendezentrum gibt, fallen künftig weg. Stattdessen gibt es eine Parkreihe vorm Eiscafé Riva. Der Bushalt wird vom Ende des Bahndamms runter an die Summerstraße verlegt. Ein Radlparkplatz, für den ein Parkplatz geopfert werden müsste, so wie es Werner Odemer (SPD) vorschlug, gibt es nicht. Der Antrag wurde mit 10:12 Stimmen abgelehnt. Insgesamt fallen zirka vier Parkplätze bei dieser Planung weg.

An der Summerstraße ändert sich an der Zahl der Parkplätze eigentlich nichts. Zwischen den Parkreihen gibt es Ausweichflächen für Busse und Lkw, denn es gibt nur auf einer Seite Parkplätze, in diesem Fall an der Ostseite. Und weil die Summerstraße eine Bus-Achse ist, gilt nicht rechts vor links. „Sonst müsste der Bus ständig anhalten“, erklärte Verkehrsplaner Kaulen.

Am Ende der Sitzung gab es ein großes Aufatmen und Applaus aus den Zuschauerreihen, von wo aus natürlich auch die Verantwortlichen des Gewerbevereins aufmerksam zugehört hatten. Endlich können die Angebote für die Maßnahmen eingeholt werden, die zunächst provisorisch vorgenommen werden. Aber es geht voran, nachdem im Vorjahr lediglich der Fahrradschutzstreifen an der Mühlfelder und Rieder Straße aufgetragen wurde. 100 000 Euro stehen in diesem Jahr für das Verkehrskonzept zur Verfügung.

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