1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg
  4. Herrsching

Vermisstensuchen mit gutem Ausgang

Erstellt:

Von: Andrea Gräpel

Kommentare

Die Wasserwachten mussten am Sonntag in Serie auf Vermisstensuche gehen.
Die Wasserwachten mussten am Sonntag in Serie auf Vermisstensuche gehen. © Kreiswasserwacht Landsberg

Am langen Wochenende waren Straßen, Radwege, Seen und Badegelände voll. Für Retter bedeutete das viel Arbeit, vor allem am Ammersee.

Breitbrunn/Buch/Starnberg – Zwei Tage Sommer, ein Tag mäßiges Wetter – das war das Wochenende im Fünfseenland. Vor allem am Samstag und Sonntag strömten Tausende in den Landkreis und an die Seen. Vor allem am Ammersee sorgte das für Einsätze der Wasserretter, am Starnberger See glücklicherweise kaum. Gebrannt hat es auch – das Radrennen hingegen klappte fast wie am Schnürchen.

Vermisstensuchen

Grundsätzlich sind Vermisstensuchen im See seltener im Einsatzalltag der Wasserwachten, und doch kamen sie in diesem Jahr schon häufiger vor. Drei Suchen an einem Tag sind für die Wasserretter jedoch außergewöhnlich, so geschehen am Sonntag: Die Serie begann um 17.41 Uhr. Ein Herrschinger Paar rief bei der Wasserwachtstation in Herrsching an in Sorge um eine Schwimmerin, die circa dreieinhalb Stunden zuvor mit ihrem Hund in Breitbrunn zum Schwimmen gegangen und nicht zurückgekehrt war. Ihre Sachen, wie Rucksack und SUP-Board, hatte sie am Ufer zurückgelassen. Die Retter informierten die Integrierte Leitstelle in Bruck und machten sich sogleich auf den Weg. Von Fürstenfeldbruck aus wurde eine große Suchaktion ausgelöst, unterstützt von Feuerwehr Breitbrunn, Rettungsdienst, Polizeihubschrauber und Einsatzkräften weiterer Wasserwachten aus Dießen und Schondorf. Auch Taucher der Kreiswasserwacht Landsberg standen bereit, so Sprecher Christoph Ruml. Die Landsberger halten für solche Fälle auch ihre Drohne mit Wärmebildkamera parat. Die Suche dauerte bereits eine Stunde, als die vermisste Schwimmerin, eine 58-jährige Münchnerin, wohlbehalten auftauchte. Wie sich herausstellte, war die Frau mit ihrem Hund zu einem im Bojenfeld festgemachten Boot eines Bekannten geschwommen und hatte dort eine Pause eingelegt, so die Polizei.

Die Retter der Wasserwachten waren noch nicht zurück an ihren Stationen, als ein weiterer Notruf einging. Diesmal wurde ein 21-jähriger Schwimmer vermisst. Der junge Mann, selbst Wasserretter in Schwabmünchen und mit seinen Kollegen am Ammersee, durchschwamm (mit leuchtender Schwimmboje) den Ammersee von Buch nach Schondorf und zurück, so Ruml. Allerdings vermutlich so schnell, dass von seinen Kollegen unbemerkt blieb, dass er schon längst wieder an Land war. Nach einer halben Stunde Suche klärte sich das Missverständnis auf. Der 21-Jährige kehrte gesund und munter von einem Spaziergang am Ufer zurück, als er überrascht feststellen musste, dass er es war, nach dem gesucht wurde.

Kurz danach meldeten Passanten ein herrenloses aufblasbares Paddelboot in Utting. Sicherheitshalber wurde eine dritte Suche ausgelöst, die aber nach circa einer Stunde ergebnislos abgebrochen wurde. Ruml betont gegenüber dem Starnberger Merkur, dass die besorgten Anrufer alles richtig gemacht hätten. Es müsse immer vom schlimmsten Fall ausgegangen werden. So hält es auch Walter Kohlenz von der DLRG Pöcking am Starnberger See: Lieber einmal zu viel suchen, als einmal zu spät kommen. Auch auf dem Starnberger See war am Sonntag „ordentlich was los“. Kohlenz ist froh, dass es dort jedoch zu keinen weiteren Einsätzen kam, „außer den üblichen medizinischen im Badebereich“. Vor Feldafing musste die Wasserwacht ein Segelboot abschleppen, mit dem sechs Münchner auf dem See waren – dann kam eine Flaute, und der Motor streikte. Das Boot wurde nach Leoni geschleppt.

Flächenbrand

Auf der ehemaligen Mülldepnie zwischen Gautinger Straße und Leutstettener Moos hat am Samstag Unterholz auf einer Fläche von rund 50 Quadratmeter gebrannt, was die 23 Mann der Feuerwehren Starnberg, Söcking und Leutstetten vor keine Probleme stellte. Die Polizei fand eine Likörflasche – ob die mit dem Feuer zu tun hat, wird ermittelt.

Auch interessant

Kommentare