Einen Tag nach seinem 28. Geburtstag trumpfte Jori Mantha gegen die Bisons Bühl mächtig auf. Der Kanadier steuerte zum Sieg 19 Punkte bei und war auch in der Annahme eine Bank. Foto: Dagmar Rutt
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Einen Tag nach seinem 28. Geburtstag trumpfte Jori Mantha gegen die Bisons Bühl mächtig auf. Der Kanadier steuerte zum Sieg 19 Punkte bei und war auch in der Annahme eine Bank.

Volleyball-Bundesliga

Vierter Sieg in Folge für WWK Volleys Herrsching – Vereinsrekord

  • vonDirk Schiffner
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Der Erfolgslauf der WWK Volleys Herrsching in der Bundesliga geht weiter. Am Samstag entthronten sie mit einem 3:1-Heimerfolg Tabellenführer Bühl. Es war der vierte Sieg in Folge - Vereinsrekord.

Herrsching – Die WWK Volleys Herrsching reiten weiter auf der Erfolgswelle in der Volleyball-Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Max Hauser besiegte am Samstagabend im Topspiel des siebten Spieltages den bisherigen Spitzenreiter Bisons Bühl mit 3:1 (23:25, 26:24, 29:27, 25:21). Der knappe, aber nicht unverdiente Erfolg war der vierte Sieg in Folge – Vereinsrekord in der siebenjährigen Bundesliga-Historie.

Max Hauser bewertete den insgesamt fünften Saisonsieg fast schon geschäftsmäßig nüchtern. „Es läuft alles nach Plan.“ Allerdings war der 3:1-Erfolg ein hartes Stück Arbeit. Die Bisons erwiesen sich als ein ganz dickes Brett, dass die WWK Volleys nach anfänglichen Schwierigkeiten dann aber doch erfolgreich durchbohrten. Dass Herrschinger die drei Punkte auf der Habenseite verbuchen konnteN, war dem Umstand zu verdanken, dass sie in den entscheidenden Phasen voll auf Betriebstemperatur waren. „Es hätte auch anders ausgehen können“, meinte Hauser. Dieses Spitzenspiel hätte sicherlich mehr als die gut 20 Zuschauer (Reporter, Ballkinder, Hallensprecher und Funktionäre) in der wieder beheizten Nikolaushalle verdient gehabt. Vom ersten bis zum letzten Ballwechsel schenkten sich die beiden Teams nichts.

Den besseren Start erwischten zunächst die Gäste, doch die WWK Volleys kämpften sich ins Spiel und konnten es bis zum Ende offen gestalten. Doch Bühls Diagonalangreifer Edvinas Vaskelis besiegelte mit einem regelrechten Abschuss von Ferdinand Tille den ersten Satz (23:25). „Zu viele Fehler von uns“, konstatierte Kapitän Johannes Tille. Max Hauser entledigte sich seines Pullis und krempelte die Ärmel seines Hemdes hoch. Auch seine Spieler erhöhten die Schlagzahl. Doch die Bisons erwiesen sich als deutlich widerstandsfähiger als zwei Tage zuvor die Helios Grizzlys Giesen, die sich im Pokalmatch frühzeitig ihrem Schicksal ergaben.

Der Herrschinger Aufschlagdruck war wie erwartet hoch, am Ende standen allerdings auch insgesamt 27 Aufschlagfehler zu Buche. Sicherlich ein paar zu viel. Aber gegen die starke Bühler Annahme habe man hohes Risiko gehen müssen, erklärte Johannes Tille. Der beste Aufschläger der Liga verbuchte diesmal acht Fahrkarten. „Das geht natürlich besser“, übte der 23-Jährige etwas Selbstkritik. Dennoch wurde Tille nach der Partie zum wertvollsten Spieler geehrt. Was wohl daran lag, dass er alle seine Angreifer mal wieder zuverlässig und mit präzisen Zuspielen bedient hatte.

Diagonalangreifer Jonas Kaminski (20 Punkte), Außenangreifer Jori Mantha (19) sowie die beiden Mittelblocker Luuc an der Ent (15) und Dorde Ilic (10) punkteten allesamt zweistellig. Vor allem Mantha trumpfte zwei Tage nach seiner Gala gegen Giesen und einen Tag nach seinem 28. Geburtstag wieder groß auf. Sowohl im Angriff als auch in der Annahme lieferte der Kanadier Bestwerte. In Abwesenheit des verletzten Jalen Penrose kommt der sprunggewaltige Mantha (Spitzname „Air Canada“) immer besser zur Geltung. Auch die Annahme um den starken Libero Ferdinand Tille stand sehr stabil (Annahmequote 67 %), im Angriff stabilisierten sich die Hausherren (71 % nach guter Annahme und 44 % nach schwacher Annahme).

In den Sätzen zwei (26:24) und drei (29:27) ging es jeweils in die Verlängerung. Den zweiten Durchgang fixierte Mantha mit einem Ass, auch im dritten Satz brachte ein Servicewinner von Tim Peter die Entscheidung. Im vierten Umlauf spielten Herrsching und Bühl auch auf Augenhöhe, in der entscheidenden Phase waren die Hausherren aber wacher und zielstrebiger. Als Bühls Vaskelis nach 105 Minuten den Ball knapp neben das Feld setzte, durften die WWK Volleys schließlich jubeln.

Am nächsten Samstag haben die Herrschinger das nächste Spitzenspiel, dann kommen die SWD powervolleys Düren in die Nikolaushalle.

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