Jori Mantha von den WWK Volleys Herrsching
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Spieler des Tages: Jori Mantha (l.) erhielt nach der Partie gegen die Nezthoppers Königs Wusterhausen die Trophäe für den wertvollsten Akteur.

Volleyball-Bundesliga

WWK Volleys kommen spät auf Touren

  • vonDirk Schiffner
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Den ersten Teil des Berlin-Brandenburg-Trips konnten die Bundesliga-Volleyballer der WWK Volleys Herrsching erfolgreich gestalten. Am Mittwochabend gewann die Mannschaft von Trainer Max Hauser bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen knapp, aber nicht unverdient mit 3:2 (15:25, 25:22, 22:25, 25:17, 15:11).

Herrsching – Hauser war „froh und glücklich, dass wir als Sieger vom Platz gegangen sind.“ Lange Zeit sah es nämlich eher nach einer Pleite für die Ammerseer aus. Doch spätestens im vierten Satz waren Kapitän Johannes Tille & Co. auf Betriebstemperatur und holten sich den dritten Saisonsieg. In der Tabelle überholten die Herrschinger die Netzhoppers. Gestern Abend hatten die WWK Volleys sogar die Chance, mit dem Spitzenreiter Berlin Recycling Volleys gleichzuziehen. Das Spiel beim Nachwuchs-Team des VC Olympia Berlin war erst nach Redaktionsschluss beendet.

Am vergangenen Samstag fertigten die WWK Volleys die SVG Lüneburg im Schnelldurchgang in drei Sätzen ab, in Königs Wusterhausen ging es diesmal über die volle Distanz. Nach 119 Minuten setzte Netzhoppers-Diagonalangreifer Johannes Mönnich seinen Aufschlag ins Netz und ließ die Gäste jubeln. Wie knapp das Spiel wirklich war, zeigt ein Blick auf die Statistik. In nahezu allen Wertungen waren Herrsching und die Netzhoppers fast ebenbürtig (102:100 Punkte, jeweils neun Blocks, Angriffsquote 51:47 Prozent, Annahmequote 37:41 Prozent, 6:7 Asse, 17:19 Aufschlagfehler). Hauser: „Es war ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften.“

Selbst in den beiden verlorenen Sätzen „waren wir nicht wirklich schlecht“, urteilte Hauser. Im ersten Durchgang waren beide Teams zunächst gleichauf, doch die Herrschinger offenbarten einige Mängel in der Annahme, was schließlich zum deutlichen Satzgewinn für die Hausherren führte (15:25). Im zweiten Durchgang bot sich zunächst ein ähnliches Bild, doch die WWK Volleys übernahmen nach der ersten technischen Auszeit das Kommando. Johannes Tille stellte mit einer starken Aufschlagserie auf 13:8. Diesen komfortablen Vorsprung verwalteten die Herrschinger bis ins Ziel (25:22). Auch der dritte Umlauf stand von Anfang an auf des Messers Schneide, am Ende hatten die Netzhoppers knapp die Nase vorn (22:25).

Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen. „Wir haben es geschafft, den Side-out (Punkt bei Aufschlag des Gegners, Anm. d. Red.) der Netzhoppers zu brechen. Auch im Block und im Aufschlag waren wir präsenter“, meinte Hauser. Die verunsicherten Netzhoppers verloren ihrerseits etwas den Faden. Ein Aufschlagfehler von Karli Allik besiegelte schließlich den Satzausgleich (25:17). Im finalen Tiebreak zeigten die Netzhoppers Nerven, Herrsching spielte groß auf und sicherte sich den Extra-Punkt.

Auf Herrschinger Seite gefiel neben Jori Mantha (13 Punkte), der die Trophäe für den wertvollsten Spieler erhielt, erneut Jonas Kaminski. Der Stellvertreter des verletzten Jalen Penrose erzielte 15 Punkte. Die prozentual besten Angriffswerte verbuchten die Mittelblocker Dorde Ilic (10 Punkte, ein Block, zwei Asse) und Luuc van der Ent (8 Punkte, zwei Blocks).

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