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Die Herrschinger bitten zum Tanz: In einem Klassespiel schlug der TSV die Powervolleys aus Düren mit 3:2.

Volleyball

Herrschings Playoff-Gegner heißt Frankfurt

Die Volleyballer des TSV Herrsching haben im letzten Spiel der Bundesliga-Hauptrunde die SWD powervolleys Düren 3:2 geschlagen und bleiben Sechster. Am Mittwoch trifft der GCDW im Viertelfinale auf die Rhein-Main Volleys.

Herrsching – Der TSV Herrsching hat das selbst gesteckte Saisonziel erreicht. Zum Abschluss der Hauptrunde in der 1. Voleyball-Bundesliga gewann die Mannschaft von Trainer Max Hauser gegen die SWD Powervolleys Düren in einem intensiven, emotionalen Spiel mit 3:2 (22:25, 32:30, 27:25, 21:25, 15:8) und sicherte sich in der Endabrechnung den sechsten Platz.

Die Spannung im Kampf um die Plätze fünf bis acht war schnell raus. Lüneburg und Bühl verloren jeweils klar und deutlich mit 0:3 gegen Friedrichshafen bzw. Berlin. Auch die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching gaben sich keine Blöße und siegten 3:0 gegen Rottenburg. Somit war Herrsching, unabhängig vom Ausgang des Spiels gegen Düren, der sechste Platz nicht mehr zu nehmen. Im Viertelfinale geht die Hauser-Crew den Topteams aus Friedrichshafen und Berlin zunächst aus dem Weg und trifft in der bereits am Mittwoch beginnenden Viertelfinale-Serie (Best of three) auf die United Volleys RheinMain.

Wieder einmal erlebten die 1000 Zuschauer in der rappelvollen Nikolaushalle ein grandioses Volleyball-Spektakel. In den ersten vier Sätzen duellierten sich Herrsching und Düren bis aufs Messer. Satz eins ging an die Gäste (25:22), den zweiten Umlauf sicherten sich die Hausherren. Hierfür benötigte der GCDW insgesamt zehn Satzbälle, ehe Christoph Marks den Ball zum 32:30 ins Dürener Feld drückte. Auch der dritte Durchgang ging in die Verlängerung, doch diesmal erlöste Jose Gomes die Mitspieler und Fans frühzeitig (27:25). Die Gäste aus der Eifel schlugen ihrerseits aber erneut zurück (25:21). Im Tie-Break hatte Herrsching erstmals in dieser Saison das bessere Ende für sich. Nach einer Bruttospielzeit von 143 Minuten war es schließlich Christoph Marks vorbehalten, den letzten Punkt in der GCDW-Arena zu markieren. Mit insgesamt 29 Zählern hatte sich der Diagonalangreifer die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler des Abends redlich verdient.

Doch abseits des Spiels beherrschte ein Thema das Geschehen. Nämlich: Wie geht’s weiter mit dem TSV Herrsching? Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, so PR-Manager André Bugl. In knapp zwei Wochen wollen sich die drei Gesellschafter der GCDW Home of Volleyball GmbH (Bugl, Hauser und Teammanager Fritz Frömming) zusammensetzen und anschließend eine Entscheidung verkünden. Die Aktion „100 für Erste Liga“ sei in jedem Fall „sensationell gelaufen“, sagte Bugl. „Es war schön zu sehen, wie da eine unglaubliche Dynamik reingekommen ist. Viele bestehende, aber auch viele neue Sponsoren haben sich gemeldet.“ Aber auch viele Privatpersonen haben ihre finanzielle Unterstützung angekündigt oder sind gar bei der Sponsorensuche behilflich. Vor allem Hauser zeigte sich hiervon „schwer gerührt“.

„Es ist noch nicht vorbei“, sagt Bugl. „In welcher Liga der TSV Herrsching in der kommenden Saison auch immer spielen wird, ich kann versichern, dass wir in der kommenden Saison professioneller werden, dass wir weiterhin der Geilste Club der Welt sein und dass wir weiterhin das geilste Event in der Region haben werden.“ Auf die Frage, wie viel Geld noch fehle, sagte der 25-jährige Marketingmanager: „Knapp 50 000 Euro.“ Die hoffe man in den kommenden Tagen („Da stehen noch viele Gespräche an“) zu generieren. So oder so: Das TSV-Triumvirat Hauser/ Bugl/Frömming, das in den vergangenen Jahren die Defizite aus eigener Tasche ausglich, wird auch in der kommenden Spielzeit die Herrschinger Geschicke leiten. Treffend meinte ein GCDW-Fan beim Verlassen der Nikolaushalle: „Es muss doch hier Firmen geben, die die fehlenden Euros auf den Tisch legen. Erstliga-Volleyball in Herrsching darf nicht sterben.“

Dirk Schiffner

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