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Wiedersehen an alter Wirkungsstätte: Leon Dervisaj konnte sich in Herrsching nicht durchsetzen, jetzt ist er in Rottenburg Zuspieler Nummer eins. 

Volleyball-Bundesliga

TSV Herrsching am Scheideweg

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Nach zwei Pleiten in Folge stehen die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching vor dem Scheideweg. Am Samstag, 19 Uhr, empfängt die Mannschaft von Trainer Max Hauser den TV Rottenburg in der heimischen Nikolaushalle.

Herrsching– Die Gäste haben ebenfalls einen Fehlstart in das neue Jahr hingelegt. Wie die Herrschinger verloren auch die Rottenburger die ersten beiden Partien des Jahres (1:3 gegen die Alpenvolleys und 1:3 in Lüneburg). Zwar konnte das Team von Trainer Christophe Achten mit 15 Punkten den achten Rang, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt, behaupten. Doch von hinten drängen die Netzhoppers Königs Wusterhausen (14) und die Helios Grizzlys Giesen (11). Herrsching steht mit 18 Punkten auf dem sechsten Platz. So spannend ging es schon lange nicht mehr zu in der Bundesliga.

Auch Hauser kann die Tabelle lesen und spricht vor dem Süd-Duell von einem „extrem wichtigen Spiel“. Der Herrschinger Trainer hofft auf etwas mehr Glück als zuletzt im Derby gegen die Alpenvolleys Haching, schiebt aber gleich hinterher: „Allerdings müssen wir uns das auch erarbeiten.“ Den Druck des Gewinnen-Müssens verspüre er nicht. „Dafür ist die Saison noch zu lang.“ Mit einem Sieg könnten die WWK Volleys jedoch die nachfolgenden Mannschaften in der Tabelle zumindest auf Distanz halten.

Die Rottenburger, bei denen der Belgier Achten im vergangenen Herbst die Nachfolge von Kult-Trainer Hans-Peter Müller-Angstenberger antrat, sind „super gefährlich und mit eines der bestaufschlagendsten Mannschaften in der Liga“, sagt Hauser. Gleich vier, fünf außergewöhnlich gute Aufschläger hat der TVR in seinen Reihen. Allen voran Tim Grozer. Wenn der kleine Bruder von Deutschlands Volleyball-Superstar Georg Grozer den Ball perfekt trifft, „müssen wir uns den Helm aufziehen“, so Hauser. Aber auch die Flatteraufschläge der Mittelblocker Friederich Nagel und Mitchell Penning und von Zuspieler Leon Dervisaj flößen Hauser Respekt ein. Die Ammerseer haben allerdings ebenfalls Granaten-Aufschläger (Jalen Penrose, Johannes Tille) in ihren Reihen, die jede Annahmeformation vor Probleme stellt.

Für Rottenburgs Zuspieler Dervisaj ist es die Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte. Hinter Johannes Tille kam Dervisaj allerdings nicht so richtig zum Zug, so dass ihm Hauser im Sommer einen Vereinswechsel nahe legte. In Rottenburg ist er der Zuspieler Nummer eins, bereits sechsmal wurde der 23-Jährige zum MVP gekürt. Es kommt also einmal mehr auf die Annahme um Libero Ferdinand Tille an.

In den vergangenen Partien zwischen Herrsching und Rottenburg ging es stets eng zu. Im Hinspiel drehte Herrsching einen 0:2-Satzrückstand und gewann noch mit 3:2. Nach Punkten hieß es 100:100. Auch diesmal erwartet Hauser einen „engen Fight.“ Kapitän Johannes Tille geht nach der Leistungssteigerung von einer weiteren Steigerung aus. „Wir müssen die einfach schlagen.“ Ein Faktor könnte die Unterstützung von den Rängen sein. Nicht nur Hauser hofft auf eine volle Halle. „Die kann letztlich der Unterschied sein.“

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