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Vergeblich gestreckt: Für den TSV Herrsching um Außenangreifer Tom Strohbach (li.) und Mittelblocker Nicolai Grabmüller war beim Konkurrenten in Düren nichts zu holen.

Volleyballer des TSV Herrsching

Gegen Playoff-Konkurrenten sieglos

Herrsching – Nach einer 0:3-Niederlage in Düren schließen die Herrschinger Bundesliga-Volleyballer die Hinrunde auf Platz sieben ab. Im neuen Jahr soll es vor allem gegen die Konkurrenten um einen direkten Playoff-Platz besser laufen.

Zum Abschluss der Hinrunde haben die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching bei den SWD Powervolleys Düren deutlich mit 0:3 (20:25, 17:25, 20:25) verloren. Nach der vierten Niederlage in Folge ist der Traum von Platz sechs zum Jahreswechsel erst mal dahin. Da aber der TV Bühl überraschend beim bisher noch sieglosen Schlusslicht Solingen Volleys mit 1:3 verlor, beträgt der Rückstand der Herrschinger auf den Platz, der direkt für die Playoffs qualifiziert, weiterhin zwei Zähler. 

Trainer hadert: „Im Angriff fehlte uns die Durchschlagskraft“

Während sich Dürens finnischer Coach Tommi Tiilikainen nach der 82-Minuten-Nummer sichtlich zufrieden zeigte („Heute haben wir einen richtig guten Job gemacht.“), wirkte sein Herrschinger Kollege Max Hauser ziemlich geknickt. „Wir müssen eingestehen, dass uns im Angriff die Durchschlagskraft fehlte.“ Erstmals stand Neuzugang Matthew Tarantino nach seiner schweren Knieverletzung auf dem Parkett. Die Angriffsquote (50%) war dann doch recht ordentlich, zudem gelang ihm ein Ass. Mit insgesamt acht Punkten (in eineinhalb Sätzen) war der US-Boy punktbester Herrschinger. 

Doch Düren, die zum Ende der Hinrunde nur vier Punkte hinter Spitzenreiter Berlin und zwei Zähler hinter den Topteams Friedrichshafen und Frankfurt stehen, war einfach besser. Nur streckenweise konnten die Herrschinger an die Leistung vom siegreichen Pokalspiel Anfang November anknüpfen. SWD-Coach Tiilikainen formulierte es anders: „Wir haben unsere Lektion von damals offensichtlich gelernt.“ Im ersten Satz war Düren von Beginn an Herr im eigenen Haus. Die Gäste waren zwar immer in Lauerstellung, doch im Endspurt tüteten die Hünen aus der Nordeifel den ersten Satz (25:20) ein. Im zweiten Durchgang sah Herrsching gar kein Land. 

Hauser bilanziert: „Haben als Team eine sehr gute Runde gespielt“

Zur ersten technischen Auszeit hieß es 8:5 für Düren, zur zweiten 16:9. Am Ende ging der Satz klar mit 25:17 an den Tabellenvierten. Anders als im Pokal kam Herrsching nicht mehr in die Partie zurück. Düren ließ den Fuß auf dem Gaspedal und zurrte nach insgesamt 82 Spielminuten den achten Saisonsieg fest. In den kommenden Tagen kehrt nun aber erst mal etwas Ruhe ein am Ammersee. Nach den Weihnachtsfeiertagen geht es dann mit Kraft- und Rehabilitationstraining weiter. Zum Ende der Hinrunde stehen die Herrschinger auf Platz sieben. „Als Team haben wir eine sehr gute Runde gespielt“, lautete Hausers Halbzeit-Fazit. 

Coach Hauser möchte sich intensiv mit Statistiken auseinandersetzen

Gegen die schwächeren Konkurrenten Solingen, Königs Wusterhausen, VCO Berlin und Rottenburg gewann der selbsternannte Geilste Club der Welt. Gegen die drei Topteams Berlin, Frankfurt und Friedrichshafen sowie gegen die direkten Kontrahenten um den anvisierten Platz sechs (Lüneburg, Bühl und Düren) verlor Herrsching. Das vorherrschende Thema war jedoch das andauernde Verletzungspech. „Das habe ich so noch nie erlebt“, sagte Hauser. Erst verletzte sich wenige Tage vor Saisonbeginn Tarantino schwer am Knie, dann musste Hauser auch im Mittelblock wochenlang improvisieren. In der Rückrunde soll der Kampf um Platz sechs aber nochmal neu aufgerollt werden. Lüneburg (5.) und Bühl (6.) kreuzen gegen Ende der Hauptrunde noch in der Herrschinger Nikolaushalle auf. 

In den kommenden spielfreien Tagen wird sich Hauser intensiv mit der Statistik auseinandersetzen. Der Coach, der an Neujahr seinen 33. Geburtstag feiern wird, will für alle seine Spieler Ziele formulieren. Schließlich ist es sein Ansinnen, „jeden Spieler zu verbessern. Was deutlich schlecht ist, werden wir versuchen abzustellen.“

Von Dirk Schiffner

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