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Schneewalzer in Tirol: Herrschings „König“ A lexander Tropschug sorgte mit Österreichs „Kaiser“ Clemens Rosner für die Show.

Volleyball

Das Aus für den TSV Herrsching

Für die Volleyballer des TSV Herrsching ist die Saison beendet. Am Mittwoch verloren sich auch das zweite Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen die Rhein Main Volleys.

HerrschingSo hatten es sich die Macher des TSV Herrsching vorgestellt. Die Universitätssporthalle in Innsbruck wurde zur GCDW-Arena umgestaltet. Die Stimmung auf den Rängen stand am Mittwochabend dem kleinen Original vom Ammersee in nichts nach. Schnell hatten sich Herrschinger und Tiroler verbrüdert. Allerspätestens nachdem Herrschings „König“ Alexander Tropschug gemeinsam mit Österreichs „Kaiser“ Clemens Rosner einen Schneewalzer aufs Parkett gelegt hatte. Aus sportlicher Sicht blieb das Happyend jedoch aus. Nach 81 Minuten hieß es wie bereits im Hinspiel am Samstag 3:0 für die United Volleys RheinMain. Während die Hessen auf ihren Halbfinalgegner (vermutlich die Berlin Recycling Volleys) warten, ist für Herrsching die Saison beendet.

Dennoch sah man nach dem Spielende zufriedene Gesichter allerorten. „Eine richtig geile Saison. Wir haben alles erreicht. Wir sind Sechster geworden und haben das Pokalhalbfinale erreicht“, zog ein glücklicher TSV-Manager Fritz Frömming Bilanz. Für Coach Max Hauser soll das Erreichte freilich noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Wir haben diese Saison unglaubliche Dinge geschafft. Wir sind aber noch lange nicht am Ziel. Viele Spieler haben sich weiterentwickelt. Insgesamt ist die Mannschaft gefestigter geworden.“ Immerhin ist es das Ansinnen des selbsternannten Geilsten Clubs der Welt, jedes Jahr ein Stückchen besser zu werden.

In den kommenden Tagen richtet man den Fokus wieder auf das derzeit wohl wichtigste Thema. Stichwort Halle/Eventarena. Im April werden Hauser, Frömming und GCDW-Marketingchef Andre Bugl diesbezüglich erneut im (nichtöffentlich tagenden) Gemeinderat vorstellig. Für Hauser nur eine von vielen Baustellen. Traditionell geht es nach dem Saisonende an die Bilanz, an die Vertragsgespräche mit den aktuellen Spielern sowie mit potentiellen Neuzugängen. „Ich habe derzeit viele Gespräche mit Spielervermittlern und lese viele, viele Statistiken“, verrät Hauser. Zudem wird der 33-Jährige bei Berlins Starcoach Roberto Serniotti („Ein sehr netter Kollege, der sein Wissen gerne weitergibt“) hospitieren, und er coacht das Beach-Duo Benedikt Doranth/Julius Höfer. Auch daheim tut sich was Neues. Hausers Ehefrau Anna ist hochschwanger.

Während die 1000 Zuschauer (davon knapp 150 aus Herrsching) in der Universitätssporthalle von Beginn an auf Betriebstemperatur waren, machte die Hauser-Crew erst einmal da weiter, wo sie am Samstag im dritten Satz aufgehört hatte. Insgesamt acht Angriffsfehler fabrizierten die Herrschinger Schmetterkünstler. Entsprechend negativ war wieder die Körpersprache. Die solide spielenden Frankfurter brachten den Satz, zur Freude ihrer insgesamt vier mitgereisten Schlachtenbummler, sicher mit 25:16 nach Hause.

Doch Herrsching erwachte aus seiner Lethargie. Der zweite Durchgang lebte von der Spannung. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Zwar konnte der TSV seine Eigenfehlerquote senken, dafür haperte es nun von der Aufschlaglinie. Insgesamt zehnmal landete das Spielgerät im Netz oder im Aus. Aber auch die Hessen hatten so ihre Probleme von der Aufschlaglinie (sieben Fehler). Mit dem siebten Satzball machte Frankfurt schließlich den Satzgewinn (31:29) fest. Im dritten Durchgang wehrte sich der GCDW gegen das abrupte Saisonaus. Doch die abgezockteren Gäste ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mit einem kompromisslosen Schmetterball zum 25:22 machte Lukas Bauer den Deckel auf die Viertelfinalserie drauf.

Dirk Schiffner

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