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In der Blockarbeit sieht Trainer Max Hauser schon Fortschritte bei seinen Team. Zum Auswärtssieg in Lüneburg hat es aber nicht gereicht.

Volleyball

Unentschieden wäre gerecht gewesen

Der TSV Herrsching kann einfach in Lüneburg nicht gewinnen. Am Samstag unterlag der Volleyball-Bundesligis erneut in der kleinen Gellershalle. Diesmal reichte es aber immerhin zu einem Punktgewinn.

HerrschingEs war eines der Saisonziele von Max Hauser: ein Sieg in Lüneburg. Vorerst bleibt dieser Wunsch jedoch unerfüllt. In einem spektakulären, hochspannenden Volleyball-Krimi verlor der TSV Herrsching am Samstag bei der SVG Lüneburg knapp mit 2:3 (28:26, 25:23, 25:21, 29:31, 15:17). Als Trostpreis nahmen die Herrschinger immerhin einen Zähler mit nach Hause. In der Tabelle fielen die Ammerseer aber trotzdem von Platz fünf auf Rang acht zurück. Zwischen dem Fünften Haching und dem Achten Herrsching liegt genau ein Zähler.

Enttäuscht war Hauser nach dem Fünf-Satz-Krimi nicht. „Es war ein sehr gutes Volleyball-Spiel, hier zu spielen ist wirklich sehr schwierig.“ Mit dem Auftritt in Lüneburg war der Übungsleiter nach einer kräftezehrenden Englischen Woche letztlich zufrieden. „Es ist okay, wenn man so performt bei einer Mannschaft, die meiner Meinung nach das Potenzial für die ersten Vier hätte.“ Ein Unentschieden wäre wohl das gerechtere Ergebnis gewesen. Aber das ist im Volleyball nun mal nicht vorgesehen. „Wenn wir das Quäntchen Glück mehr haben, dann gewinnen wir. Wenn wir aber das Quäntchen Pech mehr haben, verlieren wir 1:3“, sagte Hauser. Damit spielte der 34-Jährige auf den vierten Satz an, als sich der GCDW bereits einem Lüneburger Matchball gegenüber sah, diesen jedoch abwehren und selbst noch zum 2:2 ausgleichen konnte.

Die Herrschinger Volleyball-Fans brauchen in dieser Saison viel Sitzfleisch. Exakt 135 Minuten dauerte der Krimi in der Lüneburger Gellershalle. Damit war der Nord-Süd-Schlager das längste Match der Saison. Auf Platz zwei in diesem Ranking liegt übrigens das Spiel zwischen Düren und Herrsching (Endstand 3:2 für Düren) mit 132 Minuten. Aber auch die beiden Herrschinger 3:2-Pokalerfolge in Haching und Berlin hatten mit 127 bzw. 124 Minuten Überlänge.

Vom ersten bis zum letzten Ballwechsel war es ein packendes Duell zweier auf Augenhöhe spielender Mannschaften. Mit dem fünften Satzball brachte Herrsching den Satzgewinn schließlich unter Dach und Fach (28:26). Hiervon beflügelt, hatte zunächst Herrsching im zweiten Durchgang leichte Vorteile. Doch eine Vier-Punkte-Führung (11:7) vergeigte man in einen 13:17-Rückstand. Mit zwei krachenden Schmetterbällen sorgte schließlich SVG-Mittelblocker Michale Schlien für den Satzausgleich (23:25). Im dritten Durchgang sahen die 800 Zuschauer weiter packenden Volleyballsport. Mit 21:25 hatten erneut die Lüneburger die Nase vorn, auch weil die Herrschinger ihre Angriffe nicht mehr ganz so präzise ausspielten.

Doch der TSV gab sich nicht auf. Erneut gaben sie eine Fünf-Punkte-Führung (10:5) aus der Hand. Ab dem 23:23 war die Partie dann an Spannung nicht mehr zu überbieten. Herrsching legte immer vor, Lüneburg glich stets aus. Nachdem Tim Peter den ersten Lüneburger Matchball cool abgewehrt hatte, war es Topscorer Christoph Marks vorbehalten, den Satzausgleich zu besorgen (31:29). Doch damit der Spannung nicht genug. Auch im Tie-Break schenkten sich beide Mannschaften nichts. Den Schlusspunkt setzte schließlich der größte Spieler des Abends. Mit einem Block wehrte Lüneburgs Noah Baxpöhler den Angriff von Tim Peter ab und ließ die Halle nun endgültig explodieren. Aber auch die Gäste bekamen tosenden Applaus für ihre couragierte Darbietung.

Hauser sieht in der Niederlage das Positive. „Entscheidend ist, dass wir besser werden. Im Block und in der Anzahl der Asse auf den wichtigen Positionen hat das schon sehr gut funktioniert. Es sieht schon deutlich mehr danach aus, wie ich es mir vorstelle. So haben wir gegen jeden Gegner eine Chance.“

Dirk Schiffner

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