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Geballte FDP-Frauenpower: Victoria Beyzer (JuLi-Vorsitzende), Sabrina Böcking (JuLi-Landtagskandidatin), Nicola Beer und Landtagskandidatin Britta Hundesrügge vor der Fläche, auf der einmal ein Gymnasium entstehen soll.

Landtagswahl

Gymnasium nicht vergessen

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Die FPD-Landtagskandidaten fordern, dass das Projekt Gymnasiumsbau in Herrsching nicht zur Nebensache wird.

Herrsching – Bildung ist ein Thema, das sich quer durch die FDP zieht – von Bundesebene bis zur Basis in den Kommunen. Auch Stimmkreiskandidatin Britta Hundesrügge aus Gauting hat sich Bildung auf ihre Fahne geschrieben. Das Gymnasium in Herrsching, das ursprünglich 2020 eröffnet werden sollte, für das bis heute kein Spatenstich in Sicht ist, führte sie am Sonntag als Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin an den Ammersee. Gemeinsam mit den Jungen Liberalen hatte sie ins Hotel Seehof eingeladen, um dem Thema Gewicht zu verleihen. Gastrednerin der Wahlkampfveranstaltung war die ehemalige Hessische Kultusministerin und amtierende Generalsekretärin der Liberalen, Nicola Beer.

Es war wohl den Ferien geschuldet, dass die Veranstaltung wenig besucht war. Ein paar Mitglieder aus dem Landkreis, ein paar aus Herrsching, darunter Christa Ackermann, langjährige Gemeinderätin und ehemalige Vize-Landrätin. Schon zu ihrer Amtszeit sei es eine „Seelen- und Herzensangelegenheit“ der FDP gewesen, in Herrsching ein Gymnasium zu bauen, wusste Hundesrügge. Neu für die FDP im Herrschinger Gemeinderat, allerdings noch im Urlaub, ist Jens Waltermann. Der Vater von fünf Kindern hatte 2008 den überparteilichen Förderverein für ein zweites Gymnasium im westlichen Landkreis mit gegründet. 2013 gab es grünes Licht für den Bau am Mühlfeld in Herrsching. Immer wieder wurden Hoffnungen zerschlagen: Erst war es der gescheiterte Versuch, ein Forschungsprojekt daraus zu machen, dann kam das Landratsamt mit seinem teuren Anbau dazwischen und zuletzt die sanierungsbedürftige Klinik Seefeld. „Natürlich wollen wir niemanden gegeneinander ausspielen, es muss alles gehen“, fordert Hundesrügge. Die Hoffnung hat auch Hannes Eisele nicht aufgegeben. Er sitzt wie Waltermann im Vorstand des Fördervereins, hat drei Kinder – „die inzwischen Abitur machen. Die haben das Gymnasium schon verpasst“. Trotzdem kämpft er weiter um die Schule, bedauert, „dass es unglaublich langsam vorangeht“, dass der Landrat langsam sei.

Nicola Beer drückte die Daumen, betonte wie wichtig Bildung sei und und auch das Herrschinger Gymnasium, dass Deutschland im internationalen Vergleich Nachholbedarf habe. „Es reicht nicht aus, in München besser zu sein als in Wiesbaden.“ Ihre Forderung ist bekannt: gemeinsame bundeseinheitliche Bildungsstandards und eine digitale Bildungsoffensive. Bei all diesen Forderungen nach modernen Methoden haperte es am Sonntag ausgerechnet daran, an der digitalen Technik. Angesichts der überschaubaren Besucherzahl war dies für die eloquente Damenriege auf dem „Podium“ in diesem Fall jedoch kein allzu großes Problem.

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