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Fromuth Heene hat sich bei den Gewerbetreibenden umgehört. (Symbolbild)

CSU-Rätin startet Umfrage

Wie steht’s um Gewerbe vor Ort?

  • vonAndrea Gräpel
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211 Anfragen gingen raus, 80 Antworten hat sie bekommen. Fromuth Heene freut sich darüber sehr. Die Herrschinger CSU-Gemeinderätin ist in diesem Gremium Beauftragte für das Gewerbe. Natürlich weiß sie, dass die meisten Gewerbetreibenden wie überall so auch in Herrsching unter der Pandemie darben, nur wenige haben keine Einbußen. Um sich ein genaues Bild zu verschaffen, hat sie eine anonymisierte Umfrage gestartet und innerhalb von nur drei Tagen viele Reaktionen erhalten.

Herrsching - „Das ist schon beeindruckend“, findet sie. In der nächsten Gemeinderatsitzung am 22. Februar will sie das Ergebnis ihren Ratskollegen vorstellen.

„Die Kommentare zu vielen Antworten sind sehr spannend“, erzählt sie auf Nachfrage des Starnberger Merkur. Einsendeschluss war am Freitag. Fromuth Heene will den Kanal (surveymonkey.de/r/288CPBD) noch bis nächste Woche offen halten.

Bis auf eine polemische Antwort seien alle Kommentare konstruktiv beziehungsweise erhellend gewesen, findet Fromuth Heene, die auch Vorsitzende der Ortsverbände von CSU sowie der Frauenunion ist. Als solche hat sie sich auch um die Geschäftswelt gekümmert – sei es mit ihren beliebten „Ladies Nights“ oder dem „Business Lunch“.

„Wir müssen schauen, was wir machen können“, findet sie, „worauf kann eine Gemeinde Einfluss nehmen?“ Die Maßnahmen einer Kommune seien beschränkt. Und doch, „wir müssen schauen, wie wir es schaffen, auf den Ort zu schauen“. Durchhalten erschöpfe jeden, und das Durchhalten des Gewerbes sei im erneut verlängerten Lockdown oft gar nicht mehr möglich. „Aber vielleicht gibt es ein gemeinsames Ziel, vielleicht können wir den Blickwinkel mehr auf den Ort richten“ – sei es durch gemeinsame Werbung, Hilfestellung bei Antragstellungen oder bei der Kinderbetreuung. Gemeinsam mit dem Gemeinderat will sie dies diskutieren.

In Kontakt steht die Beauftragte fürs Gewerbe dabei sowohl eng mit dem Gewerbeverein WIR als auch mit der Gesellschaft für Wirtschaft und Tourismus im Landkreis (gwt). Und natürlich auch mit der Politik: „Vieles kann ich gleich an unseren Abgeordneten in Berlin weiterleiten“. Vor allem aber wolle sie auch ein Zeichen setzen.

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