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Ein starkes Team: Die AWA um Vorstand Hermann Doblinger (l.) und Verwaltungsratschef Wolfram Gum (4.v.l.) hat den Wirtschaftspreis des Landkreises gewonnen.

Wirtschaftspreis des Landkreises

Diese Mitarbeiter sind Spitze

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Die Ammersee-Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA) aus Herrsching gewinnen den Wirtschaftspreis des Landkreises.

Landkreis – Ohne sie geht nichts im Landkreis. Die Mitarbeiter der Kommunalunternehmen sorgen jeden Tag dafür, dass der Müll abgeholt wird, der Strom aus der Steckdose kommt und das Trinkwasser fließt. Sie versorgen Patienten, kümmern sich um Alte und Kranke und stellen günstige Wohnungen zur Verfügung. 

Zwölf dieser Kommunalunternehmen hatten sich um den Wirtschaftspreis des Landkreises beworben – die Nase vorn hatten am Ende die Ammersee-Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA) mit Sitz in Herrsching. Sie würden hervorragende Arbeit leisten und hätten bei der Präsentation begeistert, sagte Landrat Karl Roth in seiner Laudatio am Dienstagabend im Foyer der Kreissparkasse in Starnberg – nicht ohne alle anderen Bewerber auch zu loben.

AWA versorgt 35 000 Einwohner

„Die Unternehmen tragen ein hohes Maß an Verantwortung und Engagement für die Region und erfahren dafür viel Wertschätzung“ – und das im wahrsten Sinn des Wortes auf Knopfdruck. „Das sind ganz wichtige Eckpfeiler, ohne die es in unserer Region nicht funktionieren würde“, sagte Christoph Winkelkötter, Chef der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis (gwt). „Dieser Preis soll uns ein Ansporn sein“, bedankte sich Thomas Jacobs, der technische Leiter der AWA, in Vertretung von Vorstand Hermann Doblinger, der krankheitsbedingt am Dienstag fehlte. 

Die AWA versorgt mit 30 Mitarbeitern etwa 35 000 Einwohner in Andechs, Herrsching, Inning, Seefeld, Wörthsee, Pähl und Wielenbach mit Trinkwasser und entsorgt dort das Abwasser. Allein die Länge der öffentlichen Abwasserkanäle beträgt 260 Kilometer – das entspricht etwa sechs Mal dem Umfang des Ammersees. Für die Wasserversorgung werden 57 Pumpwerke betrieben. Mit der DIN-Zertifizierung und dem Einsatz neuster technischer Mittel sieht Jacobs das Unternehmen auf einem sehr guten Weg. 

Ein Problem haben alle: Fachkräftemangel

Ein Problem gibt es allerdings, das die AWA mit anderen Firmen im Landkreis teilt: den Fachkräftemangel. Jährlich würden ein bis zwei neue Mitarbeiter eingestellt, zuletzt eine Expertin für Biodiversität. Hinzu kommen aktuell zwei Azubis als Fachkraft für Wasserversorgung und als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. „Interessierte Leute können sich gerne bei uns bewerben“, macht Jacobs Werbung für eine Karriere bei der AWA. Wie der Preis gefeiert wird, steht noch nicht fest. Thema wird er im wöchentlichen Briefing für alle Mitarbeiter am Montagmorgen aber sicher sein.

Das waren die anderen Bewerber

Neben der AWA hatten sich elf weitere kommunale Unternehmen um den Wirtschaftspreis des Landkreises beworben: Abwasserverband Starnberger See (60 Mitarbeiter, 600 Kilometer Kanalnetz), AmperVerband (versorgt 150 000 Einwohner), Gemeindewerke Gilching, Klinikum Starnberg GmbH (22 000 Patienten und 3000 Geburten pro Jahr), Regionalwerk Würmtal (2000 Privat- und Gewerbekunden), Verband Wohnen im Kreis Starnberg (mit 2400 Wohnungen der größte Vermieter im Landkreis), Stadtbücherei Starnberg (2500 Nutzer jährlich), AWISTA Abfallwirtschaftsverband Starnberg (100 Mitarbeiter aus 13 Nationen), Sozialdienst Pöcking (20 hauptamtliche und 60 ehrenamtliche Mitarbeiter), Würmtal Zweckverband und Zweckverband zur Wasserversorgung (Feldafing/Pöcking). Sie alle hätten die Jury überzeugt, sagte Wirtschaftsförderer Christoph Winkelkötter.

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