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Fairtrade

Wo ist die FünfSeenLandSchokolade hin?

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Seit einem Jahr steht die Produktion still. Der Verein Indienhilfe sucht einen neuen Chocolatier.

Herrsching – Drei Jahre lang gab es eine FünfSeenLandSchokolade, initiiert von der Indienhilfe Herrsching und dem Eine-Welt-Laden in Germering, der die Süßigkeit als Stadtschokolade anbot. Kreiert wurde sie von Domenico Cacopardo aus Dießen. Seit einem Jahr ist sie aus den Regalen der Weltläden verschwunden. Die Indienhilfe ist auf der Suche nach einem neuen Chocolatier.

„Die Nachfrage nach unserer Schokolade ist groß“, freute sich der Konditormeister noch 2013. Er stellte die handgeschöpfte Fairtrade-Schokolade seit 2012 in Dießen her und verkaufte sie in seinem Traditionscafé Sixt. Um Fairtrade zu gewährleisten, musste nicht nur das Siegel auf die Banderole, auch der Betrieb musste sich zertifizieren lassen. 750 Euro kostete dies und galt für drei Jahre. Das Geld hatte laut Elisabeth Kreuz damals die Kooperationsgemeinschaft Germering und Herrsching bezahlt. „Im Januar vergangenen Jahres hat uns Domenico Cacopardo dann mitgeteilt, dass ihm das zu aufwändig sei. Die Zertifizierung war da aber schon abgelaufen, wir konnten gar nicht reagieren“, bedauert Elisabeth Kreuz, Vorsitzende des Herrschinger Vereins Indienhilfe.

Drei Sorten hatte die Indienhilfe auf Lager: Zartbitter Mango, Vollmilch mit karamellisierten Erdnüssen und Vollmilch-Vanille. Von Herrsching aus wurden die Tafeln vertrieben. Alles genau zertifiziert, von A wie Anbau bis Z wie Zubereitung. Der Kakao kam aus Westafrika und Costa Rica, in Belgien wurde er zu kleinen Schoko-Pellets verarbeitet. Der Zucker kam aus Peru, die Mangos von den Philippinen und die Erdnüsse aus Malawi. Alles garantiert Fairtrade. Das Siegel dafür wurde über den Kaufpreis erwirtschaftet. 1500 bis 2000 Tafeln seien im Jahr verkauft worden.

„Leider war das schlagartig vorbei mit der Schokolade“

„Leider war das schlagartig vorbei mit der Schokolade“, sagt Elisabeth Kreuz. Aber sie und ihre Mitstreiter bei der Indienhilfe würden die FünfSeenLandSchokolade gerne wieder einführen. Vorzugsweise in Zusammenarbeit mit einem Chocolatier aus dem Fünfseenland. Dieser muss sich jedoch auf das Prozedere der Zertifizierung einlassen. Man brauche eine Garantie. „Uns wäre es ein Anliegen, dass die Schokolade wieder regional ist“, gibt die Vorsitzende der Indienhilfe ganz offen zu. Aber die Suche nach einem Chocolatier gestaltet sich schwieriger als gedacht. „Wir haben deshalb über das Eine-Welt-Netzwerk Bayern Kontakt zu zwei kleineren Chocolaterien aufgenommen und zu Zotter in Österreich.“ Um eine größere Produktionsmenge zu erzielen, würde sich der Herrschinger Verein freuen, wenn sich andere Aktionsgruppen und Weltläden anschlössen. „Auch die gwt zeigte sich interessiert“, freut sich Elisabeth Kreuz.

Bei Interesse können sich Chocolaterien oder Aktionsgruppen bei der Vorsitzenden unter Telefon (0 81 52) 12 31 melden.

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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