Jubel über den wichtigen Heimerfolg (v.l.): Johannes Tille, Dorde Ilic, Ferdinand Tille, Jori Mantha, David Wieczorek und Jalen Penrose.
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Jubel über den wichtigen Heimerfolg (v.l.): Johannes Tille, Dorde Ilic, Ferdinand Tille, Jori Mantha, David Wieczorek und Jalen Penrose.

Volleyball

Großer Schritt Richtung Platz vier

  • vonDirk Schiffner
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Die WWK Volleys Herrsching sind wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Drei Tage nach der 0:3-Niederlage in Düren siegte die Bundesliga-Mannschaft von Trainer Max Hauser gegen die Helios Grizzlys Giesen mit 3:0 (27:25, 25:21, 30:28). Im dritten Vergleich in dieser Saison war es der dritte Sieg für die Herrschinger Volleyballer.

Herrsching – „Das war ein großer Schritt in Richtung Platz vier“, freute sich Hauser. Da im Parallelspiel die SVG Lüneburg gegen den VfB Friedrichshafen mit 1:3 verlor, kletterten die Ammerseer wieder auf den für die Play-off-Runde so wichtigen vierten Rang. Am kommenden Samstag reichen den WWK Volleys somit im abschließenden Hauptrundenmatch bei den Berlin Recycling Volleys zwei gewonnene Sätze, um nicht mehr verdrängt werden zu können. Aber selbst im Falle, dass die Ammerseer in Berlin punktlos bleiben, könnte es für Platz vier reichen. Um Herrsching noch zu überholen, müssten die Lüneburger allerdings glatt mit 3:0 beim Tabellenführer Friedrichshafen gewinnen. Platz fünf ist den Herrschingern in jedem Fall sicher. Somit umgehen die Ammerseer im Play-off-Viertelfinale die drei Topmannschaften Friedrichshafen, Berlin und Düren.

Für Hauser war am Samstag der Aufschlag das entscheidende Element. Insgesamt elf direkte Aufschlagpunkte erzielten die Ammerseer, allerdings auch 21 Fahrkarten. „Die Asse waren entscheidend. Wir haben zwar auch viele Fehler gemacht, aber wir sind viel Risiko gegangen.“ Der Herrschinger Übungsleiter zeigte sich nach dem glatten, in der Entstehung sicherlich etwas glücklichen Drei-Satz-Sieg zufrieden. „Das war nicht so zu erwarten. Es hätte auch anders ausgehen können.“ Damit spielte der 37-Jährige auf den ersten und den dritten Durchgang an. Da strapazierten seine Spieler die Nerven des Trainers und der knapp 15 Zuschauer oben an der Fensterscheibe doch arg.

Im ersten Satz konnte sich kein Team entscheidend absetzen, es blieb bis zum Schluss spannend. Auffälligster Akteur in Reihen der Hausherren war David Wieczorek. Der US-Amerikaner wirkte gegen seinen Ex-Klub topmotiviert und erzielte allein im ersten Satz acht Punkte. So besorgte der Außenangreifer mit einem fulminanten Schmetterball das 23:21, Sekunden später legte er ein Ass zum 24:21 hinterher. Doch die Herrschinger verballerten ihre drei Satzbälle, auch der vierte saß nicht. Der fünfte passte dann. Ausgerechnet Jalen Penrose, der zuvor noch nicht so recht im Spiel war, servierte einen knallharten Servicewinner zum 27:25.

Auch im zweiten Umlauf begegneten sich Herrsching und Giesen auf Augenhöhe. Wieder waren es die Hausherren, die in der Schlussphase wacher waren. Den finalen Punkt verbuchte Dorde Ilic.

Nichts für schwache Nerven war der dritte Satz. Wieder konnte sich kein Team einen echten Vorteil verschaffen. Eine Vier-Punkte-Führung (10:6) war das höchste der Gefühle. Doch diese wurde in der Folge wieder verspielt. In der Schlussphase zeigten sich die Hausherren extrem nervenstark. Insgesamt vier Giesener Satzbälle wehrten die WWK Volleys ab. Für die entscheidenden letzten beiden Punkte zeichnete schließlich der Ex-Giesener Wieczorek verantwortlich. Mann des Spiels wurde Jori Matha. Der Kanadier war mit 17 Angriffspunkten (74 %), einem Ass und einer Annahmequote von 60 Prozent der kompletteste Spieler. Auch Jalen Penrose (17) und David Wiecozrek (15) punkteten verlässlich.

Gestern Abend fand das Pokalfinale zwischen den Netzhoppers Königs Wusterhausen und den United Volleys Frankfurt statt. Ohne Wehmut blickte Hauser nach Mannheim. „Eine meiner wichtigsten Regeln lautet: vergiss die Vergangenheit.“ Das unglücklich verlorene Pokalhalbfinale gegen die Netzhoppers, als die WWK Volleys vier Matchbälle vergaben und im Tiebreak mit 24:26 verloren, „ist abgehakt“.

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